Eine Häuserzeile mit vierstöckigen Häusern mit glei chers Fassadengestaltung in einem gelbgrün. Alle Dächer haben Photovoltaik. Der Himmel ist weiß/blau und in der Straße stehen viele Autos
Thomas Geiger

Wohnraum zurückgeholt – Nürnbergs Lösung gerät ins Wanken

Veröffentlicht am 6. April 2026
Zuletzt aktualisiert am: 2. April 2026

Seit 2019 schützt eine Satzung Nürnberger Wohnraum vor Zweckentfremdung und hat hunderte Wohnungen zurück auf den Markt gebracht. Das bewährte Modell steht nun auf der Kippe. Lea Maria Kiehlmeier erklärt, was dahinter steckt.

7000 Menschen in Nürnberg kennen dieses Gefühl: Man scrollt durch Angebote, schreibt Bewerbungen und findet trotzdem kaum etwas Passendes zu einem Preis, den man sich leisten kann. 2024 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete in Nürnberg bei 9,65 Euro pro Quadratmeter. Für Menschen mit niedrigem Einkommen, die auf Wohnungen zwischen fünf und sieben Euro angewiesen sind, ist das ein Problem, das sich nicht mit Neubau lösen lässt, denn dort kostet der Quadratmeter oft mehr.

Dabei stehen in Nürnberg Wohnungen leer, werden als Ferienwohnungen auf Plattformen wie Airbnb vermietet oder gewerblich genutzt. Seit 2019 gibt es ein Instrument, das genau dagegen vorgeht: die Zweckentfremdungssatzung.

In Nürnberg suchen viele Menschen eine neue Wohnung, aber der Markt ist angespannt. Deswegen gibt es seit 2019 eine Zweckentfremdungssatzung. Foto: Thomas Geiger

Was ist die Zweckentfremdungssatzung?

Seit 2019 können bayerische Städte mit angespanntem Wohnungsmarkt eine Zweckentfremdungssatzung erlassen, die für fünf Jahre gilt. Nürnberg hat das getan und sie 2024 verlängert. Sie greift, wenn Wohnraum nicht mehr zum Wohnen genutzt wird: bei gewerblicher Nutzung, Leerstand, Abbruch oder illegaler Kurzzeitvermietung über Plattformen wie Airbnb. Verdachtsfälle kannst Du auf einem Meldeportal eintragen. Mitarbeitende im Stab Wohnen des Wirtschaftsreferats

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