Wohnkonzepte der Zukunft: Wie leben wir im Jahr 2050?

Veröffentlicht am 17. Februar 2023
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

Die Mieten steigen immer weiter, Einfamilienhäuser sind schlecht fürs Klima und ein Eigenheim kann sich ohnehin kaum noch jemand leisten. Unsere Reporterin Stefanie Unbehauen skizziert, wie das Wohnen der Zukunft in Nürnberg aussehen kann.

Alexander Schlöpp geht durch sein Wohnzimmer, das ihm gleichzeitig als Schlafzimmer und Küche dient. Lediglich 15 Quadratmeter hat sein Mini-Haus in Ansbach, in dem er seit Januar 2021 lebt. „In meiner alten Mietwohnung fragte ich mich oft: Wie kriege ich die überhaupt voll?“, erinnert er sich. Bis er realisierte, dass die Frage stattdessen lauten sollte: „Wenn ich den Raum nicht vollkriege, brauche ich dann überhaupt so viel Platz?“

Alexanders Tiny House besitzt eine Grundfläche von drei Mal sechs Metern. Mehr Platz braucht er nicht. Foto: Stefanie Unbehauen

Alexander Schlöpp lebt in einem sogenannten Tiny House. Das bedeutet so viel wie ‚winziges Haus‘.  Ein Haus dieser Art umfasst höchstens 37 Quadratmeter. Der Kostenpunkt für ein Tiny House liegt zwischen 35.000 und 120.000 Euro, je nach Größe und Ausstattung. Da die Häuschen keine festen Fundamente besitzen, sind sie verschiebbar. Im Gegensatz zu einem Wohnwagen sind sie als Wohngebäude konzipiert und nur für einen gelegentlichen Standortwechsel vorgesehen. Auch in einem Campingwagen hat Alexander eine Zeitlang gelebt, kann sich das nun aber nicht mehr vorstellen. „Ich wollte mehr Natur und das Material Holz um mich herumhaben“, sagt er. Wo ein Tiny House stehen darf und ob Du hierfür eine Baugenehmigung benötigst, erfährst Du unter Punkt eins.

Tiny Houses sind auf dem Vormarsch

Alexander

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