Es wird immer wärmer in der Stadt, Hitzeperioden werden häufiger und Böden sind sehr trocken. Wenn es regnet, dann extrem – Keller laufen voll und die Kanalisation ist am Limit. Wie wirkt sich das auf das Grundwasser in Nürnberg aus? Wird das Wasser knapp? Reporterin Lisa Vogel hat nachgefragt.
Dienstag Nachmittag, Südstadt Nürnberg. Starkregen prasselt auf eine Autoscheibe. Der Scheibenwischer gibt sein Bestes, wird den Wassermassen aber kaum Herr. Die Kanalisation läuft über. Die Nopitschstraße steht unter Wasser – etwa kniehoch. Eine Fahrerin hält die Szene mit ihrem Smartphone fest und stellt das Video ins Netz. Immer wieder kommt es in Nürnberg zu solchen extremen Regenfällen. Gleichzeitig wird es wärmer. Die Böden sind ausgedörrt und können so viel Wasser in so kurzer Zeit kaum aufnehmen. Was bedeutet das für den Grundwasserspiegel der Stadt?
„Das Grundwasser in Nürnberg wird aus vielerlei Quellen gespeist“, weiß Klaus Köppel. Der Leiter des Nürnberger Umweltamtes gibt erst einmal Entwarnung: Es sei unwahrscheinlich, dass unsere Wasserhähne versiegen und das Trinkwasser in unserer Gegend knapp wird.
9500 Brunnen und Quellen liefern jedes Jahr mehr als 860 Millionen Kubikmeter Grund- und Quellwasser für die Versorgung ganz Bayerns – das entspricht fast der sechsfachen Menge des Brombachsees. Zwei Drittel davon fließen naturbelassen als Trinkwasser aus dem Wasserhahn. Das geht aus dem Grundwasserbericht der Stadt Nürnberg von 2017 hervor.
Nürnberg bekommt eine neue Trinkwasserleitung aus Ranna im Veldensteiner Forst. Dort sprudelt frisches Quellwasser in zwei Gewinnungsgebieten. Insgesamt gewinnt
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