Schulterbehandlung im Therapieraum, Übungsanweisungen auf dem Flur, das Telefon klingelt: In Gregor Smudas Physiotherapiepraxis in Nürnberg-Langwasser herrscht reger Betrieb. Der Bedarf ist groß, weitere Patient:innen könnten behandelt werden, wäre da nicht der Mangel an qualifiziertem Personal.
Fachkräftemangel im Praxisalltag
Seit mehr als 20 Jahren führt Gregor Smuda seine Physiotherapiepraxis. „Es ist extrem schwierig geworden, Fachkräfte zu finden. Das betrifft nicht nur uns, sondern auch Pflegeheime und viele andere Bereiche.“ Die Gründe dafür sieht er in folgender Entwicklung: Der Bedarf steigt, erfahrene Therapeut:innen gehen in den Ruhestand und der Nachwuchs reicht nicht aus, um die Lücke zu schließen. Aktuell behandelt sein zehnköpfiges Team Patient:innen in der Praxis, bei Hausbesuchen und in sozialen Einrichtungen. „Egal ob eine, zwei oder drei neue Mitarbeitende, ihre Terminpläne wären sofort voll.“ Doch wie reagiert er auf den Fachkräftemangel?
Ein neuer Weg
Die Entwicklung hat ihn zum Umdenken bewegt. Heute setzt er gezielt auf Fachkräfte aus dem Ausland. In seiner Praxis arbeiten Menschen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, dem Kosovo und Mexiko.
Einer von ihnen ist Fernando. Seinen Masterabschluss in Physiotherapie hat er in seiner Heimat Mexiko erworben. Um sich beruflich weiterzuentwickeln, zog er im Januar
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