Wie der Reichswald der Zukunft aussehen könnte

Veröffentlicht am 26. Oktober 2020
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

“Doooooooooof.” Die Meinung der 15 Kinder im Sitzkreis auf den Baumstämmen im Wald ist eindeutig, wie sie es fänden, wenn die Bäume um sie herum plötzlich fehlen würden. “Das ist schließlich unsere Spielstätte”, meint ein Bub in einer dunkelblauen Matschhose mit gelber Jacke. Verstecken kann man hier super spielen, klettern wie nirgendwo sonst und toben. Doch der Nürnberger Reichswald ist durch die Klimaerwärmung massiv in Gefahr. Und wird sich damit auch für Dich massiv verändern.

Obwohl die Kinder des Waldkindergartens Schnirkelschnecke in Erlenstegen erst zwei bis sechs Jahren alt sind, wissen sie schon um die größere Bedeutung des Waldes: “Da gibt es Sauerstoff. Der riecht gut. Ohne Wald kein Sauerstoff, dafür viel CO₂”, erklärt der sechsjährige Jakob.

Jonathan (sechs Jahre alt) zählt beim Frühstück im Wald sämtliche Bewohner auf – von der Maus über den Eichelhäher bis zum Wildschwein und Fuchs (“wobei ich die letzten beiden noch nicht selbst hier gesehen habe”). Die dreijährige Ida und die sechs Jahre alte Maria-Elena sind ebenfalls die perfekte Begleitung beim Waldspaziergang: Sie beschreiben Pilzarten, von denen manch ein Erwachsener in der Nürnberger Innenstadt vermutlich noch nicht einmal den Namen kennt. 

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Veränderungen tagtäglich erlebbar

“Während andere Nürnberger am Wochenende ,mal raus ins Grüne’ oder ,raus in die Fränkische Schweiz’ fahren, haben wir die Natur täglich um uns, bei jedem Wetter außer wenn es gefährlich stürmt”, sagt Kindergartenleiterin Susanne Moessner, “dementsprechend kriegen wir Schönheiten genauso wie die Veränderungen hautnah mit.” Eines Tages in 2019 waren für die Kinder zum Beispiel die großen Kiefern, die sie vor übermäßiger Sonne oder schlechtem

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