Gruppe von Menschen in der Eingangshalle des Volksbades Nürnberg, hören Christian Vogel zu, er steht auf Treppenaufgang. Wände behangen mit Bauplanen
Simon Malik

Vom Denkmal zum Begegnungsort: Das Volksbad vor der Wiedereröffnung

Veröffentlicht am 12. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am: 8. Juni 2026

Jahrelang Baustelle, steigende Kosten, große Erwartungen: Anfang 2027 soll das Nürnberger Volksbad wieder öffnen. Reporterin Verena Apreck hat sich in ihrer Recherche gefragt, warum sich die Sanierung verzögert, teurer wird als geplant und welchen Mehrwert das neue NürnbergBad für die Stadt haben soll.

Das 1914 eröffnete Volksbad am Nürnberger Plärrer zählt bis heute zu den markantesten Bauprojekten der Stadt. „Damals war es das größte Hallenbad Deutschlands und eines der modernsten in Europa“, sagte Helmut Blaß, Technischer Werkleiter. Das Bad diente nicht nur dem Schwimmen: Da viele Wohnungen keine Sanitäranlagen hatten, nutzten es zahlreiche Menschen auch zur Körperpflege. Auch nach der Schließung 1994 blieb es für viele ein Stück Stadtgeschichte. „Die Nürnberger und Nürnbergerinnen haben immer am Volksbad festgehalten“, so der Erste Werkleiter und ehemalige Bürgermeister Christian Vogel (SPD). Doch war es allein dieser emotionale Wert, der den Abriss verhinderte?

Erster Werksleiter und ehemaliger Bürgermeister Christian Vogel (SPD) bei dem Presserundgang im Volksbad Nürnberg, Foto: Simon Malik

Sanieren statt abreißen

Angesichts steigender Kosten drängt sich bei vielen die Frage auf: Wäre ein Abriss und anschließender Neubau nicht der einfachere Weg für die Stadt gewesen? Tatsächlich kam diese Option nie infrage: Das Volksbad steht unter Denkmalschutz. „Hätten wir nicht saniert, wäre der weitere Verfall des Gebäudes die Alternative gewesen“, so Christian Vogel (SPD). Stattdessen fiel 2020 die politische Entscheidung zur Sanierung. Nach jahrelanger Planung und einer Machbarkeitsstudie (2015/2016) wird das

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