Papiertickets sollen im VGN nach und nach verschwinden. Wer künftig spontan am Automaten einen Fahrschein ziehen oder im Bus bezahlen möchte, muss sich umstellen. Warum der Verkehrsverbund auf ein digitales Tarifsystem setzt und welche Kritik es daran gibt, erfährst Du von Alexandra Haderlein.
Was ist der VGN?
Der VGN ist der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg: Er bündelt Busse und Bahnen in der Region zu einem gemeinsamen Tarif, Fahrplan- und Ticketsystem. Somit kann man von Nürnberg bis Hof und in die Oberpfalz fahren. Wichtige Entscheidungen wie Tarife müssen im VGN in der Gesellschafterversammlung gemeinsam von Kommunen und Verkehrsbetrieben entschieden werden.
Was steht zur Debatte?
Der Verkehrsverbund Nürnberg will in einer Tarifreform 2027 ein durchgehend digitales, bargeldloses Tarifsystem bis 2030 etablieren. Fahrkarten sollen damit nicht mehr am Automaten oder beim Busfahrer gekauft werden, sondern nur noch digital per App. Außerdem sollen die Tarife vereinheitlicht werden. Tenor: In Zeiten, in denen man mit dem Deutschlandticket ohne Weiteres von A nach B kommt, ist ein so aufgeblähter Tarifdschungel wie im VGN schlicht mehr erklärbar. Es soll also abgespeckt werden.
Was bedeutet das konkret?
Die Tarifstellen im VGN sollen von 502 auf 104 sinken, Mehrfahrtenkarten wie 4er- und 10er-Tickets entfallen, ebenso Solo 31, MobiCards, Firmen-Abos und das JahresAbo Plus. Dafür soll es eine neue Zusatzkarte zur Mitnahme im Abo geben, voraussichtlich für 13 Euro pro Monat. Das Angebot würde damit maximal vereinfacht. Was erhalten bleibt: Einzelfahrkarten und Tagestickets, ebenso das Deutschlandticket als Kernprodukt. Für JahresAbo und
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