Thomas Geiger

Ulm als Vorbild: Wie Nürnberg bezahlbaren Wohnraum schaffen könnte

Veröffentlicht am 23. Mai 2025
Zuletzt aktualisiert am: 2. Juli 2025

Wohnraum in Nürnberg ist teuer und knapp. Das Ulmer Modell zeigt einen Ausweg: Durch strategischen Grundstücksankauf schafft die Stadt langfristig bezahlbare Mieten. Ob das auch in Nürnberg möglich wäre, hat Lea Maria Kiehlmeier recherchiert.

„Es ist Wahnsinn, wie hoch die Mieten sind“, sagt Lilly (Name von der Redaktion geändert). Sie und ihre Familie suchen seit Jahren eine größere Wohnung in Nürnberg. Ihre Dreizimmer-Wohnung ist für die vierköpfige Familie zu klein. Zwar suchen sie auch in Nürnberg nach etwas Größerem, wollen aber eher ins Umland ziehen. Ihr Budget für eine Wohnung liegt bei 1300 Euro bzw. 1500 Euro für ein Haus. Für diesen Preis etwas Passendes zu finden, sei sehr schwierig, vor allem, weil die Wohnungen oft in schlechtem Zustand seien. „Die letzten Monate waren extrem belastend, aber wir suchen weiter“, sagt Lilly

2023 haben in Nürnberg 7436 Haushalte eine neue Wohnung gesucht. Foto: Thomas Geiger

Warum Wohnraum in Nürnberg so knapp und teuer ist

Wie Lilly und ihrer Familie geht es vielen Menschen in Nürnberg. 2023 haben, laut Wohnungsbericht der Stadt Nürnberg, 7436 Haushalte eine neue Wohnung gesucht. Für einen funktionierenden Wohnungsmarkt ist ein Leerstand von zwei bis drei Prozent nötig – diese „Umzugsreserve“ besteht aus Wohnungen, die meist nur kurzzeitig für Sanierungen oder Mieterwechsel leer stehen.

„Aufgrund der hohen Baukosten, der Grundstückswerte und der gestiegenen Zinsen übersteigt die Nachfrage das Angebot“, erklärt Ralf Schekira, Geschäftsführer der WBG Nürnberg. 2024 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete

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