Die Trinkbrunnen bieten in der Sommersaison zu jeder Uhrzeit frisches Leitungswasser wie hier am ...
Steffen Riedel

Ein Jahr nach der Hitze-Recherche: Wo neue Trinkbrunnen entstehen und warum

Veröffentlicht am 26. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am: 26. Juni 2026

Vor einem Jahr fragten wir: Wie kann Nürnberg besser durch Hitzewellen kommen? Viele Teilnehmer:innen unserer großen Community-Recherche nannten Trinkwasserbrunnen als einfache Lösung. Seitdem ist das Netz gewachsen. Doch unsere Recherche zeigt: Die eigentliche Herausforderung beginnt lange bevor der erste Brunnen gebaut wird.

An heißen Sommertagen wie aktuell ist kostenloses Trinkwasser mehr als ein netter Service. Es kann helfen, Kreislaufprobleme zu vermeiden und Hitzewellen besser zu überstehen. Als wir im Sommer 2025 zur Hitze recherchiert haben, war Dein Wunsch und vieler weiterer Leser:innen, dass Nürnberg mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen braucht. Ein Jahr später haben wir nachgefragt: Was hat sich seitdem getan?

Wer im Sommer 2026 in der Altstadt einen Trinkwasserbrunnen (Karte auf der Webseite) sucht, findet ihn leichter als noch vor einem Jahr. Neue blaue Hinweisschilder weisen den Weg zu den kostenlosen Wasserstellen. Doch entscheidender als die bessere Orientierung ist die Frage: Wächst auch das Angebot?

Die Antwort lautet: Ja – aber langsamer, als sich manche wünschen dürften.

Die Entwicklung auf einen Blick

  • 2022: 22 Trinkwasserbrunnen (Start des Hitzeaktionsplans)
  • 2025: 28 Trinkwasserbrunnen
  • 2026: 31 Trinkwasserbrunnen
  • Ausbauziel: zwei neue Standorte pro Jahr
  • Kosten pro neuem oder erneuertem Brunnen: 17.500 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer)

Die Entwicklung zeigt: Es geht voran. Gleichzeitig setzt die Stadt beim Ausbau auf ein festes Tempo. Gemeinsam mit der N-Ergie wurde vereinbart, künftig jedes Jahr zwei neue Trinkbrunnenstandorte zu errichten. In den kommenden zehn Jahren sollen so mindestens 20 weitere Standorte entstehen.

Warum geht der Ausbau

Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!

Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.

Wir sind unabhängig und werbefrei.

  • Lilien Wege geb. Zeljko
    Autor:in Chefredakteurin, Reporterin für Newsletter, Social Media und journalistische Veranstaltungen

Empfohlene Artikel aus dem Schwerpunkt:
Energie & Klima

  • 1
    Bitumen der Tramgleise sind bei Hitze geschmlozen und liegen als Matschklumpen im Gleisbett.

    Darum stehen Nürnbergs Straßenbahnen still

    NÜRNBERG-INNENSTADT – Die große Hitze legt Nürnbergs Straßenbahnverkehr lahm. Das hat gleich mehrere technische Gründe. Entscheidend sind vor allem zwei Effekte. Ein Erklärstück von Alexandra Haderlein.

    30. Juni 2026
  • 2
    Hans-Sachs-Platz, Gastronomie: Nur nach Sonnenuntergang lässt sich die Hitze aushalten bei einem kühlen Getränk. Menschen sitzen an Tischen unter Sonnenschirmen, beleuchtete Straße am Platz.

    Ein Jahr später: Nürnberg kennt seine Hitze-Hotspots – doch der Schatten wächst nur langsam

    Der Hauptmarkt glüht, die Altstadt speichert die Hitze bis in die Nacht. Die Stadverwaltung von Nürnberg weiß inzwischen genau, wo die Sommer besonders belastend sind. Doch wer auf schnelle Lösungen wie mehr Schatten hofft, muss sich weiter gedulden. Warum die Stadt auf einen langen Weg setzt und was sich seit unserer Recherche im vergangenen Jahr trotzdem verändert hat.

    26. Juni 2026
  • 3
    Rütteln für Geothermie: Vier dieser Spezialfahrzeuge rütteln dieser Tage im Auftrag der Uni Erlangen Nordbayerns Untergrund durch.

    Vibrieren für nachhaltige Wärme

    Der Wunsch nach Erdwärme in Nürnberg hat einen wichtigen Grund: Die aktuelle Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Mit Hilfe von Geothermie könnte die N-ergie mindestens 50 Jahre lang einen erheblichen Teil der Fernwärme bereitstellen. Dabei geht es um Wärme aus tieferen Bodenschichten. Darüber berichtet Heinz Wraneschitz.

    29. Mai 2026

Die neuesten Artikel:

  • 1
    Die größten Investitionen der Stadt Nürnberg im Haushalt 2026 entfallen auf wenige zentrale Aufgabenbereiche. Gleichzeitig muss die Stadt ihre laufenden Ausgaben dauerhaft um rund 80 Millionen Euro senken.

    80 Millionen Euro weniger: Was Nürnbergs Sparkurs bedeutet

    Nürnberg muss in den kommenden Jahren dauerhaft rund 80 Millionen Euro einsparen. Große Bauprojekte wie der Frankenschnellweg oder der Stadionumbau sind davon erstmal nicht betroffen. Gespart werden muss bei den sogenannten konsumtiven Ausgaben – also den laufenden Kosten der Stadt für Personal, Sozialleistungen und den Betrieb ihrer Einrichtungen. Doch welche Bereiche könnten konkret betroffen sein?

    10. Juli 2026
  • 2

    Wie steht es um die Nürnberger Brauereien?

    Nürnberger Bier gehört zur Stadt wie die Rostbratwurst oder das Schäuferla. Aber wie zukunftsfest ist eine Branche, die sich Nürnberg seit Jahrhunderten prägt? Unser Reporter Julian Hörndlein hat sich bei den Brauereien umgehört und erfahren, wie Tradition und Regionalität zum Schlüssel für die Herausforderungen der Gegenwart werden.

    10. Juli 2026
  • 3
    Im Max-Morlock Stadion Nürnberg stimmen sich die Fans mit ihrer Choreo auf das Spiel ein. Hier Schalke 04 zu Gast im blauen Block rechts, Oberrang, Fahnenträger auf dem Spielfeld.

    Nürnbergs neues Stadion nimmt Gestalt an

    50.000 Plätze, eine neue Nordkurve und mehr Platz für Fans: Nürnberg hat erstmals einen konkreten Entwurf für ein neues Max-Morlock-Stadion vorgestellt. Doch am 22. Juli entscheidet der Stadtrat noch nicht über den Bau. Warum das Projekt trotzdem an einem Wendepunkt steht und welche großen Fragen noch offen sind, erklärt Lilien Wege.

    3. Juli 2026

Schreibe einen Kommentar zu "Ein Jahr nach der Hitze-Recherche: Wo neue Trinkbrunnen entstehen und warum"

Zum Kommentieren musst du angemeldet sein.