Vor einem Jahr fragten wir: Wie kann Nürnberg besser durch Hitzewellen kommen? Viele Teilnehmer:innen unserer großen Community-Recherche nannten Trinkwasserbrunnen als einfache Lösung. Seitdem ist das Netz gewachsen. Doch unsere Recherche zeigt: Die eigentliche Herausforderung beginnt lange bevor der erste Brunnen gebaut wird.
An heißen Sommertagen wie aktuell ist kostenloses Trinkwasser mehr als ein netter Service. Es kann helfen, Kreislaufprobleme zu vermeiden und Hitzewellen besser zu überstehen. Als wir im Sommer 2025 zur Hitze recherchiert haben, war Dein Wunsch und vieler weiterer Leser:innen, dass Nürnberg mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen braucht. Ein Jahr später haben wir nachgefragt: Was hat sich seitdem getan?
Wer im Sommer 2026 in der Altstadt einen Trinkwasserbrunnen (Karte auf der Webseite) sucht, findet ihn leichter als noch vor einem Jahr. Neue blaue Hinweisschilder weisen den Weg zu den kostenlosen Wasserstellen. Doch entscheidender als die bessere Orientierung ist die Frage: Wächst auch das Angebot?
Die Antwort lautet: Ja – aber langsamer, als sich manche wünschen dürften.
Die Entwicklung auf einen Blick
- 2022: 22 Trinkwasserbrunnen (Start des Hitzeaktionsplans)
- 2025: 28 Trinkwasserbrunnen
- 2026: 31 Trinkwasserbrunnen
- Ausbauziel: zwei neue Standorte pro Jahr
- Kosten pro neuem oder erneuertem Brunnen: 17.500 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer)
Die Entwicklung zeigt: Es geht voran. Gleichzeitig setzt die Stadt beim Ausbau auf ein festes Tempo. Gemeinsam mit der N-Ergie wurde vereinbart, künftig jedes Jahr zwei neue Trinkbrunnenstandorte zu errichten. In den kommenden zehn Jahren sollen so mindestens 20 weitere Standorte entstehen.
Warum geht der Ausbau
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