Öffnet in einem neuen Tab
Ausgedienter Christbaum liegt auf dem Gehweg der Bahnhofstraße.
Thomas Geiger

Straßenreinigung: Grundstückseigentümer müssen bald rund 25 Prozent mehr zahlen

Veröffentlicht am 2. Oktober 2026
Zuletzt aktualisiert am: 2. Oktober 2026

Saubere Straßen werden in Nürnberg deutlich teurer: Ab 2027 steigen die Straßenreinigungsgebühren um bis zu 27 Prozent. Betroffen sind viele Grundstückseigentümer und indirekt möglicherweise auch Mieter. Alexandra Haderlein erklärt, wer zahlen muss, wie sich die Gebühr berechnet und warum die Stadt die Preise anhebt.

Man sieht sie meist früh morgens: Kehrmaschinen fahren am Straßenrand entlang, entfernen Laub und Schmutz, SÖR-Mitarbeitende leeren öffentliche Papierkörbe oder kehren die Wege. Die Stadt legt die Kosten für diese Leistungen über die sogenannten Straßenreinigungsgebühren auf die Grundstücke um, die von der Reinigung profitieren.

Bezahlt werden muss die Gebühr grundsätzlich von den Grundstückseigentümern. Gemeint sind damit nicht nur Menschen, die ein Ein‑/Mehrfamilienhaus besitzen. Gebührenpflichtig können auch Eigentümer von Gewerbeimmobilien, unbebauten Grundstücken oder Garagenhöfen sein. Mieter:innen bekommen normalerweise keinen Gebührenbescheid der Stadt, können jedoch je nach Mietvertrag über die Nebenkosten beteiligt werden.

Wer wo selbst reinigen muss

In Nürnberg gilt die Gebühr überall dort, wo der städtische Service die Anlieger von ihrer eigenen Reinigungspflicht entlastet. Im sogenannten “Zwangsreinigungsgebiet A” übernimmt der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (kurz: SÖR) die volle Reinigung von Fahrbahnen, Gehwegen und Plätzen. Im Gebiet B reinigt SÖR vorrangig die Fahrbahnen, für die Gehwege bleiben die Anlieger verantwortlich. Außerhalb dieser Gebiete müssen die Anlieger die Reinigung komplett selbst übernehmen. Dort fallen natürlich auch keine städtischen Straßenreinigungsgebühren

Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!

Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.

Wir sind unabhängig und werbefrei.

Passwort vergessen?

Empfohlene Artikel aus dem Schwerpunkt:
Wohnen & Bauen

  • 1
    Stadtteil Lichtenreuth, zwei Baukräne, parkende Autos, Baumabschnitt und Baustelle.

    Bau-Turbo in Nürnberg: Mehr Tempo für den Wohnungsbau?

    Nürnberg braucht dringend mehr Wohnungen und eigentlich wären genügend Flächen vorhanden. Trotzdem wird seit Jahren deutlich weniger gebaut als benötigt. Der Bau-Turbo soll nun eine der Bremsen lösen. Verena Apreck hat geprüft, was dadurch in Nürnberg tatsächlich schneller gehen kann und wo selbst der Turbo nicht hilft.

    21. August 2026
  • 2
    Die Austraße in Gostenhof gehört zum "Superblock", eine autofreie Zone und umstrittenes Pilotprojekt. Hier sitzen Anwohner:innen in einem ausrangierten Boot als Sitzgelegenheit zum Nachmittagsplausch.

    Gostenhof ringt um die Superblocks

    Ein Jahr „Superblocks“: Mit dem Verkehrsversuch hat die Stadt Nürnberg etwas gewagt. Nicht alle Anwohnenden waren begeistert, es gab Kritik und Streit. Am Runden Tisch haben sich Befürwortende und Kritisierende zusammengerauft und nun im Rathaus die Ergebnisse vorgestellt. Wo sie Konsens fanden, welchen Prüfauftrag sie an die Politik übergeben und wie es mit den Superblocks weitergeht

    7. August 2026
  • 3
    Präsenationsbild, Tabelle mit vier Splaten darin steht die Option, wie der Stadionumbau aussehen soll.

    Stadion-Neubau unter Finanzdruck – eine Chronologie

    Als der Stadtrat den Weg für den Stadionumbau freimacht, scheint die Entscheidung gefallen. Tatsächlich beginnt jetzt erst die schwierigste Phase. Finanzierung, Businessplan, Ausweichstadion und Haushaltsgenehmigung – bis zum Baubeginn müssen noch zahlreiche Hürden genommen werden. Unsere Chronologie zeigt, wie sich das Projekt entwickelt hat und welche Entscheidungen jetzt noch ausstehen.

    27. Juli 2026

Die neuesten Artikel:

  • 1
    Bauarbeiter von Kollmer-Bau auf der Fernwärme-Baustelle in der Meuschelstraße/Ecke Kaulbachstraße (Maxfeld).

    Ein Jahr Klimaplan: Wie weit Nürnberg wirklich gekommen ist

    Nürnberg will bis 2040 klimaneutral sein. Ein Jahr nach dem Beschluss des Klimaplans sind viele Maßnahmen angelaufen, doch wichtige Strukturen fehlen noch. Anett Hentschel schaut darauf, was bereits funktioniert, wo es hakt und warum ausgerechnet jetzt das Geld zur entscheidenden Frage wird.

    2. Oktober 2026
  • 2
    Uta Hübner auf einem Fenchelfeld im Knoblauchsland.

    So wappnet sich das Knoblauchsland gegen das Extremklima

    Der Sommer 2026 hat das Knoblauchsland hart getroffen. Während die Gemüsebetriebe im Nürnberger Norden relativ gut mit der Hitze und der Trockenheit zurechtkommen, schlummert in Stürmen und Unwettern eine große Gefahr. Julian Hörndlein hat ergründet, wie Nürnberger Tomaten, Auberginen, Fenchel und Lauch den heißen Sommer 2026 erlebt haben, wie das Knoblauchsland künftig mit Extremwetter umgehen wird und warum Nürnberg eine…

    2. Oktober 2026
  • 3
    Übergabe der Ergebnisse der Schülerumfrage zur Nürnberger Innenstadt der Berufsschule 4 an Bildungsreferentin Cornelia Trinkl (CSU) (4. von rechts) sowie den Stab Innenstadt im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat der Stadt Nürnberg.

    Innenstadt von morgen: Warum Nürnbergs Jugend sie noch lange nicht abgeschrieben hat

    Kaufen junge Menschen künftig nur noch online und wird die Innenstadt damit zum Auslaufmodell? Eine Befragung von mehr als 1.500 Schüler:innen zeichnet ein anderes Bild und zeigt, was Nürnberg tun müsste, damit das so bleibt.

    25. September 2026

Schreibe einen Kommentar zu "Straßenreinigung: Grundstückseigentümer müssen bald rund 25 Prozent mehr zahlen"

Zum Kommentieren musst du angemeldet sein.