Start-Ups und Innovation: Nürnberg möchte ganz vorne dabei sein

Veröffentlicht am 5. Januar 2024
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

In den 1960er-Jahren galt die Metropolregion als „Motor des Wirtschaftswunders“ mit Giganten wie Quelle, Grundig und Co. Mittlerweile halten Wissenschaft und Industriekonzerne den Motor am Laufen – noch. Die Start-Up-Szene in Nürnberg wächst stark und zieht sogar die Blicke des Silicon Valley auf sich.

Ein paar Klicks und der Urlaub in der Ferienwohnung oder beim Couchsurfen ist gebucht: Airbnb hat die Art, wie wir reisen, auf der ganzen Welt verändert. Das Konzept ist einfach – Privatpersonen und gewerbliche Vermieter bieten ihre Zimmer auf einer zentralen Plattform an, die Nutzerinnen und Nutzer buchen darüber. Was bei der Urlaubsbuchung problemlos funktioniert, könnte künftig auch auf ganz andere gesellschaftliche Herausforderungen übertragbar sein. „Wir wollen eine Art Airbnb für die Pflege bauen“, sagt Felix Schmidt. Der Nürnberger ist Geschäftsführer von CareNext, einer Ausgründung der Technischen Hochschule Nürnberg. An den Start gegangen ist CareNext mit einer Plattform, die den Pflegeüberleitungsprozess digitalisiert und vereinfacht. Hinter diesem sperrigen Wort steckt ein großes Problem, das früher oder später viele Menschen ereilt. Die Überleitung ist notwendig, wenn der akute Krankheitsverlauf im Krankenhaus durchstanden ist und die Weiterversorgung anschließend durch Pflegeeinrichtungen übernommen werden muss.

Bisher ist die Patientenüberleitung vom Krankenhaus zu den folgenden Institutionen ein hochbürokratischer Aufwand. „Pro Pflegefall braucht es 90 Anrufe, hinzu kommen unzählige E-Mails und Faxe“, erklärt Schmidt. Das 2021 gegründete Start-Up war mit der Plattform sehr erfolgreich, arbeitet mittlerweile

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  • Julian Hörndlein
    Autor:in Reporter für Technik, Innovation und Forschung, Podcaster und RR-Community-Betreuer

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