Nürnberg hat gewählt. Die 70 Mitglieder des Stadtrates 2026 bis 2032 haben wir hier in einer Bildergalerie zusammengestellt.
Am 8. März 2026 wurde ein neuer Stadtrat gewählt, der die Weichen für die Entwicklung unserer Stadt in den kommenden sechs Jahren stellen wird. Mit einer Wahlbeteiligung von 51,1 % lag das Interesse der Bürgerinnen und Bürger deutlich über dem Niveau der vorangegangenen Wahl (2020: 47,1 %).
Die neue Machtverteilung im Nürnberger Rathaus
Das vorläufige Endergebnis zeigt eine klare Verschiebung in der politischen Landschaft Nürnbergs. Während die CSU mit 33,7 % und 24 Sitzen ihre Position als stärkste Kraft im Rathaus behaupten konnte, musste die SPD (18,3 %, 13 Sitze) Verluste hinnehmen. Die Grünen folgen mit 14,8 % (10 Sitze). Ein deutliches Signal setzten zudem die AfD (11,3 %, 8 Sitze) sowie kleinere Gruppierungen wie Die Linke (6,6 %, 5 Sitze) und Newcomer wie Politbande, die mit 3,2 % ebenfalls einen Sitz im 70-köpfigen Gremium ergattern konnten.
Doch wer sind die Köpfe hinter den Zahlen? Wer wird künftig in den Ausschüssen über Verkehr, Wohnbau und Kultur entscheiden? Erfahre in der Galerie, wer deine Interessen im Nürnberger Rathaus am Wolffschen Bau vertritt.
Die Galerie ist sortiert, zuerst nach den meisten Sitzen im Stadtrat und dann nach den meisten erhaltenen Stimmen. Rein theoretisch sind bis zum 31. März 2026 noch Verschiebungen möglich, denn erst dann ist das Ergebnis endgültig rechtskräftig.

CSU, Platz 1 (103.048 Stimmen)
Marcus König, *1980 geboren, Oberbürgermeister (gelernter Bankkaufmann)
Der CSUler ist seit 2020 Oberbürgermeister von Nürnberg. Er steht für einen Kurs von Sicherheit, Sauberkeit und Stadtentwicklung. Zu Beginn seiner ersten Amtszeit musste er vor allem Krisen wie die Corona-Pandemie, steigende Energiepreise und die Aufnahme von Geflüchteten durch den Ukraine-Krieg managen.
Seine engen Verbindungen zu Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) werten manche als Stärke – insbesondere für Nürnbergs Großprojekte wie den Frankenschnellweg-Ausbau, die Zukunft des Kaufhof-Gebäudes in der Innenstadt, die Technische Universität Nürnberg und die von Markus Söder ins Spiel gebrachten Magnetschwebebahn von Lichtenreuth zum Klinikum Süd. Andere kritisieren genau diese Beziehungen.
Im Wahlkampf 2026 warb er mit einem „Weiter so“-Kurs. Für die absolute Mehrheit (mehr als 50 %) zum Oberbürgermeister reichte es aufgrund der vielen OB-Kandidat:innen nicht, und so hofft er nun, die Stichwahl am Sonntag, 22. März 2026, gegen den SPD-Herausforderer Nasser Ahmed für sich zu entscheiden.

CSU, Platz 2 (73.257 Stimmen)
Andreas Krieglstein, *1976 geboren, Bankbetriebswirt
Seit 2008 sitzt er im Stadtrat und seit 2020 ist er der CSU-Fraktionsvorsitzende. Er setzt sich für die Technische Universität in Lichtenreuth ein, für mehr Wohnungsbau und den Ausbau der Straßenbahn. Er möchte durch die Entwicklung des Kaufhof-Areals den Stadtumbau voranbringen. Mehr Sicherheit in der Stadt erhofft er sich durch eine größere Polizeipräsenz.
Seine Erfahrung aus 16 Stadtratsjahren und die Vernetzung in Wirtschaft sowie Verwaltung stärken seine Position als Kandidaten um den Posten als 2. Bürgermeister. Denn für ein Amt als Referent erfüllt er nicht die Vorgaben (entsprechende Ausbildung).

CSU, Platz 3 (70.492 Stimmen)
Max Müller, *1987 geboren, Projektentwickler & Olympiasieger
Der einstige Olympiasieger im Hockey ist stellvertretender Vorsitzender der CSU-Fraktion. Das Steckenpferd des studierten Sportökonomen ist und bleibt der Sport (NürnbergBad, Frankenstadion, Vereinsförderung). Aber auch an anderen entscheidenden Stellen wirkt er mit, unter anderem im Finanzausschuss oder der Opernhaus-Kommission, die sich mit dem Operninterim in der Kongresshalle beschäftigt.
Der Olympionike ist weiterhin im Sport gut vernetzt und will die Vereine stärken. Seine Expertise in Sportförderung und Vereinsunterstützung kann er auch in der Legislaturperiode 2026-2032 gewinnbringend einbringen. Seine hauptberufliche Tätigkeit als Projektentwickler bei Nürnbergs Immobilien-Entwickler Gerd Schmelzer hilft ihm auch in diversen anderen Themenfeldern, mit denen sich der Stadtrat befassen wird.

CSU, Platz 4 (70.492 Stimmen)
Catrin Seel, *1980 geboren, Steuerberaterin
Sie ist hauptberuflich Steuerberaterin für öffentliche Unternehmen und auch Bezirksrätin. Sie sitzt in Sozial-, Bildungs- und Familienausschüssen und engagiert sich stark in der Jugendarbeit des CSU-Kreisverbands Nord. Als Finanzexpertin bringt sie präzise Haushaltspolitik und das Konzept „Ein Nürnberg für Alle“ ein.

CSU, Platz 5 (69.614 Stimmen)
Rita Heinemann, *1964 geboren, Altenpflegerin
Sie spricht sich als Altenpflegerin für Soziales, Seniorenpolitik und Barrierefreiheit aus. Sie war bisher Mitglied im Gesundheits-, Kultur- und Sozialausschuss sowie im Klinikums-Verwaltungsrat und auch Sprecherin von NürnbergStift (städtische Pflegeheime). Ihre Praxisnähe und ihr Engagement für queere Themen und Behindertenpolitik machen sie zu einer Stimme für vulnerable Gruppen.

CSU, Platz 6 (68.674 Stimmen)
Daniel Frank, *1993 geboren, Gymnasiallehrer
Der Gymnasiallehrer und Vater zweier Kinder steht als Stadtrat seit 2020 vor allem für Verkehrs- und Klimapolitik. Die Magnetschwebebahn-Debatte und Bildungsthemen sind sein Metier. Er gilt als einer der Hoffnungsträger der jüngeren CSU-Generation.

CSU, Platz 7 (67.790 Stimmen)
Tatjana Körner, *1976 geboren, Diplom-Ingenieurin
Die promovierte Bauingenieurin Tatjana Körner ist Architektur-Themensprecherin und bringt in den Stadtrat ihre Planungsexpertise mit. Ihre Netzwerke im Bauwesen und Fondsmanagement sollen Nürnbergs Baupolitik entscheidend stärken.

CSU, Platz 8 (67.142 Stimmen)
Rudolf Dworschak, *1974 geboren, Gärtnermeister
Rudolf Dworschak betreibt als Gärtnermeister einen Bioland-Gemüsebau in Kraftshof und steht für nachhaltige Landwirtschaft. Der Bio-Pionier bringt Bodenständigkeit in die Stadtratspolitik.

CSU, Platz 9 (66.848 Stimmen)
Rainer Nachtigall, *1964 geboren, Polizeibeamter
Der Polizeibeamte ist als Haupt-Personalrats-Vorsitzender Bayerns und Personal-/Polizei-Sprecher ein Sicherheitsexperte. Er kennt die Situation der Beamten und kann mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung Nürnberg dabei helfen, Kriminalität zu bekämpfen. Er steht für konsequente Innere Sicherheit.

CSU, Platz 10 (66.796 Stimmen)
Helmine Buchsbaum, *1960 geboren, Studienrätin i.R.
Die pensionierte Studienrätin bringt jahrzehntelange Erfahrung als Grundschulpädagogin mit und kennt sich daher mit Bildung und Schulen aus, aber auch mit Aussiedler-Themen.

CSU, Platz 11 (65.438 Stimmen)
Prof. Dr. Anatoli Djanatliev, *1981 geboren, Professor für Informatik
Der Informatikprofessor bereichert den Stadtrat mit der Digitalisierungs-Expertise der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg. Dies kann insbesondere bei der Digitalisierung der Stadtverwaltung hilfreich werden.

CSU, Platz 12 (65.247 Stimmen)
Nicole Alesik, *1994 geboren, Pflegerin
Die Gesundheits- und Krankenpflegerin kann direkte Klinikums-Praxis in die Gesundheits-/ Pflegepolitik des Stadtrats einbringen. Ihre Berufs-Realität stärkt Patientenversorgung und Pflegeplanung.

CSU, Platz 13 (65.196 Stimmen)
Kerstin Böhm, *1971 geboren, Rechtsanwältin
Die Rechtsanwältin steht für Rechtsfragen und Diversitätspolitik mit juristischer Präzision. Ihre Netzwerke in Justiz und die queere Bewegung wird sie sicherlich auch in ihre Stadtratsarbeit einbringen.

CSU, Platz 14 (64.765 Stimmen)
Marion Grether, *1973 geboren, Museumsdirektorin
Die Leiterin des Zukunftsmuseums (Deutsches Museum Nürnberg) ist Stadträtin mit Fokus auf Stadtplanung, Integration und Kultur (insbesondere Opernhaus). Als Kunsthistorikerin ist ihr Kulturförderung sowie Demokratie durch Begegnung und ein Engagement für Grünflächen und saubere Straßen wichtig. Hierzu gehört für sie auch eine urbane Landesgartenschau, die Klima-Resilizenz und Zusammenhalt schaffen.

CSU, Platz 15 (63.015 Stimmen)
Stefan Tiefel, *1977 geboren, Kriminalhauptkommissar
Der Kriminalhauptkommissar bringt Polizeipraxis und Kriminalitätsbekämpfung ein. Seine Erfahrung können Nürnbergs Innere Sicherheit stärken und Prävention an den richtigen Stellen schaffen.

CSU, Platz 16 (62.476 Stimmen)
Michael Kraus, *1975 geboren, CSU-Geschäftsführer
Der Geschäftsführer der CSU-Fraktion hat inzwischen 13 Jahre Erfahrung angehäuft. Qualitätsmanagement-Expertise und Coaching-Erfahrung helfen ihm, Fraktionsarbeit, Haushalt und Organisation der Partei zu managen und zu optimieren. Seine Arbeit wird er im Stadtrat auch in der neuen Legislaturperiode fortsetzen. Er war im Dezember 2023 in das Gremium nachgerückt, da der bisherige Stadtrat Thomas Pirner für die CSU in den Landtag eingezogen ist und sein Mandat im Nürnberger Stadtrat dafür aufgab.

CSU, Platz 17 (62.409 Stimmen)
Theo Deinlein, *1996 geboren, Kaufmann
Der junge IHK-Kaufmann bringt Wirtschaftsfrische und IHK-Netzwerke ein. Sein Fokus liegt – dem Alter entsprechend – auf Unternehmen und Ausbildung.

CSU, Platz 18 (62.324 Stimmen)
Sabine Sendner, *1979 geboren, Logopädin
Die selbständige Logopädin engagiert sich für Bildung, Sprache und Gesundheit. Frühförderung könnte eines ihrer Themen werden.

CSU, Platz 19 (62.296 Stimmen)
Werner Henning, *1954 geboren, Handwerksmeister
Der Handwerksmeister steht für Handwerk, Wirtschaft und Ausbildungsplätze. Seine Meistererfahrung sichert Fachkräfteförderung. Wie Nürnberg Fachkräfte in die Stadt bringt und vor allen Dingen auch hält – dabei könnte er sich einbringen.

CSU, Platz 20 (62.020 Stimmen)
Claudia Bälz, *1969 geboren, Heilpraktikerin
Die Heilpraktikerin ist fokussiert auf Alternativmedizin und Prävention.

CSU, Platz 21 (61.767 Stimmen)
Markus Tischner, *1972 geboren, Metzgermeister
Der Metzgermeister kennt das Handwerk wie kaum einer sonst. Dazu hat er Expertise in der Lebensmittelwirtschaft. Sein Fokus liegt auf regionalen Produkten und regionalem Gewerbe, das gestärkt werden müsse. Er rückte 2023 für die ausgeschiedene Stadträtin Daniela Eichelsdrfer in das Gremium nach.

CSU, Platz 22 (61.653 Stimmen)
Vanessa Pirner, *1980 geboren, Betriebswirtin
Die Betriebswirtin optimiert Wirtschaft und Mittelstand. Wirtschafts- und Unternehmensförderung werden in ihrer ersten Amtszeit im Stadtrat sicherlich wichtige Themenkomplexe werden.

CSU, Platz 23 (61.415 Stimmen)
Dr. Otto Heimbucher, *1952 geboren, Diplom-Geologe
Der Diplom-Geologe bringt Umwelt- und Bodenexpertise ein. Wie Nürnberg klima-resilient wird und man Ressourcen-schonend plant, baut und haushaltet, wird er beantworten können.

CSU, Platz 24 (61.110 Stimmen)
Jenny Baier, *1974 geboren, Bankfachwirtin
Erst Bezirksrätin in Mittelfranken, nun auch Stadträtin. Als Bankfachwirtin, Vorsitzende in einem Frauennetzwerk, Elternbeirat und Engagierte für ein Berufsbildungswerk kombiniert sie Wirtschafts-Knowhow mit Courage und Engagement sowie Bildung mit Sozialpsychiatrie.

SPD, Platz 1 (71.706 Stimmen)
Dr. Nasser Ahmed, *1988 geboren, Politikwissenschaftler
Der Fraktionsvorsitzende der SPD wird am Sonntag, 22. März 2026, zur Oberbürgermeister-Stichwahl gegen Marcus König antreten. In seinem Hauptberuf ist er Projektleiter beim Netzausbauer Tennet. Zuvor hat er in Politikwissenschaften seinen Doktortitel absolviert.
Der Aussage, dass „Nürnberg funktioniere“ tritt der SPDler entschieden entgegen: „Es funktioniert nicht für alle, das will ich ändern“. Der Sohn eritreischer Einwanderer, der in Nürnberg geboren und aufgewachsen ist, fordert mehr (bezahlbare) Wohnungen, eine Bildungsoffensive, einen Innenstadt-Umbau, ein eigenständiges Kulturreferat und sozialen Ausgleich. Seine Kampagne „Mein N-Wort ist Nürnberg“-Plakat löste Wirbel aus.

SPD, Platz 2 (46.755 Stimmen)
Michael Ziegler, *1967 geboren, Erzieher
Der Erzieher ist Kultur-, Umwelt-, Integrationspoltischer Sprecher seiner Partei und saß bereits in der vorigen Legislaturperiode in der Opernhaus-Kommission sowie im NürnbergStift-Werkausschuss. Seit 1992 engagiert er sich in der Partei für seine Belange, zuletzt insbesondere die großen Infrastruktur-Projekte Frankenschnellweg, Quelle- und AEG-Areal sowie die neue Grundschule West. Das Sozial-Engagement zu stärken ist sein Anliegen.

SPD, Platz 3 (46.126 Stimmen)
Yasemin Yilmaz, *1988 geboren, Soziologin
Die Soziologin und Dozentin ist SPD-Stadträtin seit 2014. Sie ist Sprecherin für Digitales Netzpolitik – wichtige Themen angesichts der geopolitischen Lage und dem rasanten Fortschritt der Digitalisierung (Stichwort: KI). Weitere Steckenpferde von ihr sind die Kinder- und Jugendpolitik, Verkehr, Personal und Organisation. Sie war in der Vergangenheit Mitglied im Jugendhilfe- sowie dem Verkehrs-Ausschuss des Nürnberger Stadtrats, dazu saß sie im VAG-Aufsichtsrat und im Beirat des Jobcenters. Als Arbeiterkind/ Juso setzt sie sich auch für Inklusion, eine solidarische Stadtgesellschaft und einen barrierefreien Tourismus ein.

SPD, Platz 4 (45.569 Stimmen)
Thorsten Brehm, *1984 geboren, Kämmerer der Stadt Nürnberg
Einnahmen, Ausgaben: Als Kämmerer ist er der Wächter über die Kasse der Stadt Nürnberg. Neben den Finanzen gehören seit 2023 auch Personal und IT zu seinem Hoheitsgebiet. Von 2020 bis 2023 war er der SPD-Fraktionsvorsitzende. Er saß im Ältestenrat und Finanzausschuss sowie diversen Aufsichtsräten. Er managt den städtischen Milliardenhaushalt, Digitalisierung und muss die ihm auferlegte Sparpolitik umsetzen. 2020 kandidierte er gegen den späteren Oberbürgermeister Marcus König um den Oberbürgermeister-Posten.

SPD, Platz 5 (44.295 Stimmen)
Elisabeth Ries, *1973 geboren, Referentin für Jugend und Soziales
Ihr Arbeitsplatz ist seit 20 Jahren das Rathaus beziehungsweise dessen zugehörige Verwaltungsgebäude. Erst im Sozialreferat dann Mitarbeiterin von Ex-Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und viele weitere Tätigkeiten hat oder hatte sie inne.
Aktuell ist sie die Referentin für Jugend und Soziales der Stadt Nürnberg – ein Referat mit rund 3.700 Mitarbeitenden. Städtische Versorgung vom Kind bis zum Greis sowie Menschen am Rande der Gesellschaft hat sie seit jeher im Blick. Weil „nett net reicht“ steht sie für sozialen Ausgleich, zweite Chancen und Transformation – bei der Arbeit, beim Wohnen und auch hinsichtlich eines Stadtumbaus.

SPD, Platz 6 (43.874 Stimmen)
Christine Kayser, *1957 geboren, Diplom-Innenarchitektin
Sie ist die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion seit Februar 2023 und stadtplanungspolitische Sprecherin. Als selbständige Innenarchitektin versteht sie etwas von der Gestaltung von Räumen – nicht nur in Gebäuden. Seit 2008 ist sie Stadträtin. Mitbegründerin des Werkbunds Werkstatt KOMM (Kulturquartier) und des Vereins BauLust e.V.. Sie ist zudem im Sparkasse-Verwaltungsrat und Teil des Planungsverbunds Industrieregion. Ihr Wunsch ist es, einen Ausgleich von Interessen herbeizuführen und faire Projekte umzusetzen. Dazu ist sie Mitglied im Bau- und Vergabeausschuss des Stadtrates sowie in dessen Stadtplanungs- und Umweltausschuss.

SPD, Platz 7 (41.312 Stimmen)
Claudia Arabackyj, *1972 geboren, Werbekauffrau
Sie ist Stadträtin seit 2002 und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD seit 2016. Sie hatte zuletzt den Vorsitz im Jugendhilfeausschuss inne und war bis 2022 Kinder- sowie Sportpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Außerdem ist sie Aufsichtsrätin beim örtlichen Stromversorger N-ERGIE und Vorstandsmitglied im Sozialverband VdK Nürnberg. „Politik machen für Klein und Groß“ lautet ihre Devise. Dazu will sie die Jugend einbinden. 2023 kandidierte sie zudem für einen Platz im Bayerischen Landtag. In der neuen Legislaturperiode des Nürnberger Stadtrats wird sie nun 22 Jahre Arbeit in dem Gremium einbringen können.

SPD, Platz 8 (41.312 Stimmen)
Jasmin Bieswanger, *1972 geboren, Intensivkrankenschwester
Die Intensivkrankenschwester am Klinikum Fürth kennt Schichtarbeit im Generellen sowie die Gesundheits- und Pflegebranche im Speziellen. Deshalb ist sie auch die Gesundheits- und Pflegepolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Darüber hinaus ist sie Aufsichtsrätin bei „Noris Inklusion“. Nach einem Abstecher ins Allgäu ist sie inzwischen wieder in Nürnberg zuhause und behält bis mindestens 2032 ihren Platz im Nürnberger Stadtrat.

SPD, Platz 9 (39.707 Stimmen)
Altun Anil, *2000 geboren, Rechtsreferendar
Der angehende Jurist (Rechtsreferendar am Oberlandesgericht Nürnberg) ist Vorsitzender der SPD-Jugendorganisation „Jusos“ in Nürnberg. Er ist der erste Akademiker in seiner Familie und fordert als Südstadt-Kind Fahrradstraßen, eine Nacht-S-Bahn, die Rettung des P31 und generell mehr Impulse für die Jugend. Erste Wahlkampf-Erfahrungen sammelte er als Campaigner zur Bundestagswahl 2021 sowie zur Europawahl 2024. Nun hat es mit einem eigenen Platz im Nürnberger Stadtrat geklappt. Dort sitzt er ab 2026 zum ersten Mal.

SPD, Platz 10 (38.789 Stimmen)
Harald Dix, *1961 geboren, IG Metall-Gewerkschaftssekretär/ Werkzeugmacher
Der Werkzeugmacher für AEG Hausgeräte Nürnberg ist Gewerkschaftssekretär der IG Metall seit 2008 und ebenso lange Stadtrat. Er vereint die Themengebiete Arbeitsmarkt, Industrie und Verkehr. Er ist unter anderem Aufsichtsrat bei den Städtischen Werken sowie beim Hafen Nürnberg-Roth. 2006 organisierte er einen wochenlangen Arbeitskampf gegen die AEG-Schließung und ist auch auf Europa-Ebene als Betriebsrat für die Arbeiter:innen unterwegs. Sein Ziel für Nürnberg ist unter anderem, den Personennahverkehr und den Individualverkehr zu optimieren.

SPD, Platz 11 (38.410 Stimmen)
Aynur Kir, *1969 geboren, Sozialarbeiterin
Die Diplom-Sozialpädagogin kommt ursprünglich aus Augsburg und arbeitet in der psychiatrischen Klinik des Klinikums Nürnberg. Sie ist Vorstandsmitglied im Bündnis gegen Depression sowie Teil des Arbeitskreises türkischsprachiger Psychotherapeut:innen und Fachkräfte im psychosozialen Bereich. Seit 1992 ist sie in Nürnberg und bisher hat sie sich im Stadtrat für gleiche Bildungschancen, Gerechtigkeit und Teilhabe eingesetzt. Sie war bereits 2014 bis 2020 Teil des Stadtrates. Als Thorsten Brehm im Mai 2023 Referent der Stadt wurde und sein Mandat im Stadtrat abgab, rückte Aynur Kir nach. Bis zum Ablauf der Wahlperiode im Jahr 2032 wird sie das Amt nun inne haben.

SPD, Platz 12 (37.679 Stimmen)
Gerhard Groh, *1963 geboren, Beamter
Der Steuerfahnder ist Diplom-Finanzwirt (FH) und kommt ursprünglich aus Hof. Seit 2008 ist er Mitglied des Nürnberger Stadtrates. Er war schon stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion und Sprecher der Stadtrats-Ausschüsse Rechnungsprüfung, Bau- und Vergabe sowie Umwelt. In den Ausschüssen Personal- & Organisation, ASN sowie im Aufsichtsrat von Noris Inklusion hat er mitgearbeitet. Ihm sind Toleranz, Umwelt- und Seniorenfreundlichkeit wichtig.

SPD, Platz 13 (37.664 Stimmen)
Linda Reinke, *1996 geboren, Projektmanagerin
Die Projektmanagerin arbeitet hauptberuflich im Leitungsstab Kommunikation des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Sie ist Co-Vorsitzende der SPD Jugendorganisation Jusos und möchte „Nürnberg wieder rot machen“; dazu gehören für sie Fahrradstraßen, die Nacht-S-Bahn und die Rettung des P31. Sie hat unter anderem Beziehungen zum Kreisjugendring, dem Jugendhilfeausschuss und dem Klimabeirat. Bündnisarbeit und überregionale Netzwerke wird sie sicherlich in den neuen Stadtrat einbringen können.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 1 (54.989 Stimmen)
Britta Walthelm, *1980 geboren, Umweltreferentin
Sie wollte bei der Kommunalwahl 2026 Nürnbergs allererste Oberbürgermeisterin überhaupt werden. Die Wähler:innen entschieden anders. Schon in der vorigen Legislaturperiode hatte sie das Umwelt- und Gesundheitsreferat geführt und damit die Bürger:innen durch die Corona-Pandemie gebracht. 1.400 Mitarbeitende gehören zu ihrem Referat. Sie hat in Manchester Politik und Volkswirtschaft studiert und will in der neuen Amtsperiode Klimaneutralität, Biodiversität und Grünflächen vorantreiben. Sie lehnt den Frankenschnellweg-Ausbau ab.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 2 (47.412 Stimmen)
Andrea Friedel, *1965 geboren, Hebamme
Sie ist die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen und hauptberuflich Hebamme. In der vorherigen Legislaturperiode war sie Sprecherin für die Themen Inklusion, Soziales, Klinikum und Senioren. Sie saß im Sozial-, Schul- und Gesundheitsausschuss sowie im Werkausschuss von NürnbergStift (Nürnbergs Pflegeheime). Sie fordert soziale Gerechtigkeit, Ganztagsschulen und eine Verbesserung bei der Pflege.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 3 (40.775 Stimmen)
Alexander Kahl, *2001 geboren, Bauingenieur
Der Bauingenieur (Master in Urbaner Mobilität) ist der Sprecher für öffentlichen Verkehr seiner Partei und kennt sich mit der Planung öffentlicher Verkehrsmittel wohl so gut aus wie niemand sonst. Er hatte den Einzug in den Stadtrat 2020 knapp verpasst und rückte im März 2022 für den verstorbenen Uwe Scherzer nach. Er war Teil des Verkehrs-, Stadtplanungs- sowie Bauausschusses. Er lebt für Radwege, Busse und kämpft für die klima-neutrale sogenannte „15-Minuten-Stadt“.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 4 (39.978 Stimmen)
Natalie Keller, *1980 geboren, Bildungsreferentin/ Geschäftsführerin im „Haus der Heimat“
Sie ist Bildungsreferentin für politische Jugend-/Erwachsenenbildung (Caritas-Pirckheimer-Akademie und Migrantinnen-Netzwerk Bayern). Schon in der vergangenen Legislaturperiode setzte sie sich im Stadtrat für Kulturpolitik ein. Sie ist bekennende Feministin und studierte einst Kulturwissenschaften, Slawistik, Pädagogik, Geschichte und Theologie. Einst aus Kasachstan eingewandert ist sie heute zudem Geschäftsführerin im Kultur. und Begegnungszentrum „Haus der Heimat“ (Nürnberg-Langwasser) sowie Sprecherin für Gleichstellung und Kulturpolitik ihrer Partei. Sie fordert gleiche Bildungschancen, Diversität in der Pädagogik und die Unterstützung benachteiligter Eltern.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 5 (38.867 Stimmen)
Cengiz Şahin, *1973 geboren, Handwerksmeister/ Geschäftsführer
Der Geschäftsführer eines mittelständischen Handwerksunternehmens und Handwerksmeister im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik war schon in der vergangenen Legislaturperiode Teil des Nürnberger Stadtrates: Er war Energiepolitischer Sprecher, Sprecher für Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungspolitik seiner Partei und hat sich sehr für Fernwärme, erneuerbare Energien und bezahlbaren Wohnraum eingesetzt.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 6 (36.784 Stimmen)
Marc Schüller, *1964 geboren, Bio-Imker
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist zudem Sprecher seiner Fraktion für die Themen Umwelt, Agrar, Energie, Tiere und Friedhof. Er studierte einst Politik und Psychologie und ist zudem Bio-Imker („Die Bienenhüter“, bekam 2014 bereits den Umweltpreis). Politische Bildung und Umweltpädagogik sind ihm wichtig. In der vorigen Amtszeit war er Mitglied im Ältestenrat/ Finanzausschuss, im Umweltausschuss sowie in den Werkausschüssen von ASN/SÖR. Er setzt sich für sich für Stadtökologie und den Klimaschutz in all seinen Facetten ein: unter anderem für Abfallvermeidung, Energie- und Mobilitätswende, ökologischere Landwirtschaft, Grün, Frischluftschneisen und Biodiversität.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 7 (35.361 Stimmen)
Claudia Hammerbacher, *1996 geboren, Diplom-Juristin
Die Diplom-Juristin studierte Politikwissenschaft und Öffentliches Recht an der FAU. Sie ist hauptberuflich wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Grünen-Bundestagsabgeordneten Rebecca Lenhard und war mal Sprecherin der Grünen Jugend Nürnberg sowie deren politische Geschäftsführung. Sie ist gegen Rechtsextremismus und tritt für FINTA*-Personen, intersektionalen Feminismus, Menschenrechte sowie Antidiskriminierung ein. Sie will insbesondere junge Menschen einbinden, Bafög stärken und die Klimapolitik konkretisieren.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 8 (35.225 Stimmen)
Réka Lörincz, *1985 geboren, Gleichstellungsbeauftragte
Die Gleichstellungsbeauftragte koordinierte das Landtagswahlprogramm 2023 ihrer Partei in Bayern, ist Sprecherin für Menschenrechte, Vielfalt, Digitalisierung sowie gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Sie will die Ausländerbehörde zu Willkommensbehörde machen, Diskriminierung in Schule, Wohnen, Arbeit und Freizeit bekämpfen sowie die Zivilgesellschaft durch Selbstvertretungen einbinden für eine partizipative Demokratie.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 9 (34.637 Stimmen)
Achim Mletzko, *1957 geboren, Diplom-Sozialpädagoge
Er ist Ex-Geschäftsführer der Evangelischen Jugend Nürnberg mit fast 40 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet. Er ist zudem Fraktionsvorsitzender der Nürnberger Grünen seit 2012. In den 1980er und 1990er Jahren war er bereits Mitglied im Landes- und Bundesvorstand. Die Dekarbonisierung für eine Klimaneutralität bis 2040 ist sein erklärtes Ziel auf größerer Ebene. Er steht für Demokratisierung (gegen Autoritäre), Digitalisierung (KI-Ethik) und kritisiert die entgrenzende Rhetorik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) als schädlich.
Im Nürnberger Stadtrat war er bereits sportpolitischer und wirtschaftspolitischer Sprecher seiner Partei, Mitglied im Ältestenrat, im Finanz-, Rechts und Wirtschaftsausschuss sowie in den Werk-Ausschüssen des Frankenstadions (FSN) und NürnbergBad, der Stadtplanung und der Sportkommission.

Bündnis 90/ Die Grünen, Platz 10 (33.153 Stimmen)
Paul Arzten, *1992 geboren, Erzieher
Der Erzieher engagiert sich für Kinder- und Jugendbildung sowie Inklusion. Seine pädagogische Praxis kann dem neuen Nürnberger Stadtrat bei dessen Schul- und Hortplanung sicherlich dienlich sein. In der zurückliegenden Wahlperiode war er der schulpolitische Sprecher seiner Partei und Mitglied in folgenden Ausschüssen: Schule, Gesundheit, Sportkommission, Frankenstadion (FSN), NürnbergBad. Er setzte sich auch dafür ein, dass sich Nürnbergs Vielfalt auch in Gremien, Organisationen, Ämtern und Verwaltung der Stadt verstärkt widerspiegelt.

AfD, Platz 1 (65.700 Stimmen)
Roland-Alexander Hübscher, *1960 geboren, Bankkaufmann
Der AfD-Fraktionsvorsitzende war bereits OB-, Bundestags- und Landtagskandidat. Der Diplom-Kaufmann (FH) fordert ein sicheres Nürnberg ohne soziale Brennpunkte, ein ausgewogenes Verkehrskonzept für alle Verkehrsteilnehmer und eine Stärkung der Bildungsqualität.

AfD, Platz 2 (62.230 Stimmen)
Michael Feder, *kA geboren, Diplom-Kaufmann (FH)
Der Diplom-Kaufmann (FH) ist Finanz- und Steuersachverständiger.

AfD, Platz 3 (61.649 Stimmen)
Matthias Vogler, *1981 geboren, Rettungsassistent/ Betriebswirt
Er ist Vorsitzender seiner Fraktion im Bezirk Mittelfranken, seit 2023 Landtagsabgeordneter und nun weiterhin Stadtrat. Im letztgenannten Gremium sitzt er seit April 2025, als er für den verstorbenen AfD-Stadtrat Willibald Schlesinger nachrückte. Hauptberuflich ist er gelernter Rettungsassistent und war Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Er mag die Provokation, lebt offen homosexuell und äußerte sich dennoch schon homophob beziehungsweise transfeindlich.

AfD, Platz 4 (61.256 Stimmen)
Waltraud Glombeck, *1963 geboren, Bäckerin
Sie ist die einzige Frau in der AfD-Fraktion und gelernte Bäckerin.

AfD, Platz 5 (60.711 Stimmen)
Daryl Aiwohi, *1992 geboren, Elektriker für Photovoltaik-Projekte
Der Elektriker bringt Technik-Expertise mit.

AfD, Platz 6 (60.189 Stimmen)
Dr. Wolfgang Dörner, *1960 geboren, promovierter Chemiker
Der promovierte Chemiker und Diplom-Kaufmann ist selbstständiger Unternehmer und tritt seine erste Amtszeit im Nürnberger Stadtrat an. 2017 kandidierte er in einem Ansbacher Wahlkreis als Direktkandidat für einen Sitz im Bundestag, sprach gegenüber dem Stadtmagazin Moritz vom Schutz der Bürger vor „linkem Terror“ und „religiösem Fanatismus“, der „fast ausschließlich vom Islam ausgehe“ und war überzeugt, dass der Fachkräftemangel nicht durch Zuzug behoben werden könne, sondern es sich „für die Bildungselite wieder lohnen müsse, in Deutschland zu bleiben“.

AfD, Platz 7 (60.166 Stimmen)
Harald Wittmann, *1969 geboren, Stuckateur-Meister
Der Stuckateur-Meister ist ebenfalls neu im Nürnberger Stadtrat.

AfD, Platz 8 (59.862 Stimmen)
Steffen Kuhn, *kA geboren, Diplom-Ingenieur
Der Diplom-Ingenieur tritt seine erste Amtszeit im Stadtrat an.

Die Linke, Platz 1 (50.091 Stimmen)
Titus Schüller, *1986 geboren, Orthopädiemechaniker
Der Orthopädiemechaniker ist Fraktionsvorsitzender von Die Linke Nürnberg und auch deren OB-Kandidat 2026. 2021 und 2025 kandidierte er bereits für den Bundestag und war mit seiner Partei Initiator eines (erfolgreichen) Bürgerbegehrens für einen vergünstigten Nahverkehr, das die Einführung des 365-Euro-Tickets und eines 15-Euro-Sozialtickets zur Folge haben sollte. Er ist sowohl gegen den Ausbau des Frankenschnellwegs als auch gegen die Ausweichstätte der Oper und fordert stattdessen Mietobergrenzen sowie mehr Sozialwohnungen für Nürnberg.

Die Linke, Platz 2 (46.342 Stimmen)
Susanne Horn, *kA geboren, Psychotherapeutin
Die Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche engagiert sich für die Jugendhilfe und psychische Gesundheit. Themen, die sie mit in den Nürnberger Stadtrat bringen kann.

Die Linke, Platz 3 (46.196 Stimmen)
Kathrin Flach Gomez, *kA geboren, Kulturgeografin
Die Kulturgeografin Kathrin Flach Gomez steht für Kultur, Nachhaltigkeit und Stadtumbau. Ihre geographische Expertise verbindet Stadt und Kultur und wird sicherlich auch Leitlinien-Geber für ihre Arbeit in der neuen Legislaturperiode des Nürnberger Stadtrats werden.

Die Linke, Platz 4 (41.824 Stimmen)
Debora Pihan, *kA geboren, Pflegerin
Die Gesundheits-/ Krankenpflegerin kennt die Nöte der Pflege. Damit will sie die Gesundheitspolitik in der Stadt stärken und verbessern.

Die Linke, Platz 5 (37.939 Stimmen)
Simon Zeitler, *kA geboren, Werkstudent
Der Werkstudent bringt eine junge Perspektive ein: die der Studierenden. Sein Steckenpferd: Digitales.

Freie Wähler, Platz 1 (14.671 Stimmen)
Thomas Estrada, *1985 geboren, Verwaltungswirt bei der Polizei und Anti-Extremismus-Referent
Thomas Estrada ist Kreisvorsitzender seiner Partei in Nürnberg, Der gelernte Polizist arbeitet in der staatlichen Extremismusprävention. Sein Antrieb ist es, durch eine transparente Sachpolitik den Menschen das Vertrauen in Verwaltung und Politik zurückzugeben. Er setzt auf ein sicheres und sauberes Nürnberg (unter anderem durch eine restriktive Drogenpolitik und gepflegte öffentliche Räume/ Parks). Ein weiteres Kernziel ist die Stärkung der lokalen Wirtschaft.

Freie Wähler, Platz 2 (12.941 Stimmen)
Dr. Robert Mahler, *1982 geboren, Polizist, Diplom-Jurist
Er ist der stellvertretende Kreisvorsitzende der Freien Wähler Nürnberg und als erfahrener Kriminalbeamter sowie promovierter Jurist ein international anerkannter Sicherheitsexperte.
Als ehemaliger Radrennfahrer engagiert er sich aktiv im Vorstand beim ASN-Pfeil Phönix und half mit, die alte Radrennbahn an der Marienbergstraße zu reaktivieren. Er ist zudem Vorsitzender der Fluglärm-Schutzgemeinschaft Nürnberg und Umgebung e.V. und setzt sich aktiv für ein Nachtflugverbot am Nürnberger Flughafen ein.

Politbande, Platz 1 (13.853 Stimmen)
Ernesto Buholzer Sepulveda, *1992 geboren, Strategieberater
Der gelernte Sozial- und Entwicklungsökonom ist ein Zahlenfuchs: Etats und Co. unterzieht er kritischen Prüfungen – hauptberuflich als Strategieberater für Unternehmen sowie schon in der vergangenen Wahlperiode im Nürnberger Stadtrat. Damals war es der Politbande, die nicht als Partei, sondern als Verein fungiert, gelungen, einen Platz im Stadtrat zu ergattern.
Er ist Teil des Brückenfestival-Teams, ein Netzwerker und will auch ab 2026 wieder die Millionenprojekte der Stadt (Frankenschnellweg, Opernhaus-Sanierung, Kaufhof, Stadionumbau und Co.) im Auge behalten, denn liefen die Kosten dort aus dem Ruder, könnte der Bezirk Mittelfranken eine Haushaltssperre verhängen und die Stadt defacto nur noch Daseins-Vorsorge betreiben lassen, so seine Befürchtung. Damit wäre auch die Unterstützung für die Kultur dahin. Genau dort, in der freien Kunst- und Kulturszene hat die Politbande aber aufgrund ihrer Ursprünge die meisten Anhänger:innen.

Politbande, Platz 2 (11.828 Stimmen)
Hannah Diemer, *1994 geboren, Innovationsmanagerin
Die Innovations- und Wissensmanagerin arbeitet am Bildungscampus der Stadt Nürnberg, kennt also die städtischen Strukturen. Darüber hinaus ist sie Teil des Brückenfestival-Teams und der Vergesellschaftungskonferenz. Sie ist neu im Stadtrat und jene zweite Amtsträgerin, die die Politbande aufgrund ihres Stimmenzuwachses seit der vergangenen Kommunalwahl 2020 nun mehr im Stadtrat stellen darf. Soziokulturelle Freiräume, Nachhaltigkeit und Partizipation sind ihr wichtig.

Volt, Platz 1 (18.945 Stimmen)
Isaura Süssner, *1998 geboren, Angestellte/ Reise-Expertin
Die Angestellte und Reise-Expertin war Spitzenkandidatin von Volt Nürnberg. Ihre Partei zieht erstmals in den Stadtrat ein. Sie will sich einsetzen für den Rückbau des Frankenschnellwegs zu einem Frankenquartier, für nachhaltige Mobilität im Sinne einer „radikalen Verkehrswende“ und Klimaneutralität 2040. Der Kaufhof soll Zukunftsforum und die Stadt zur Schwammstadt werden. Beim Wohnen soll Umnutzung von Leerstand statt Versiegelung passieren.

Partei Mensch. Umwelt. Tierschutz (PMUT), Platz 1 (11.733 Stimmen)
Nathalie Dietzsch, *1998 geboren, Studierende
Die Studierende (soziale Arbeit) kandidiert für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (kurz: PMUT), die seit 1993 EU-weit aktiv ist. Für Nürnberg konkret fordert sie ein Taubenhaus (das als tierschutzorientierte Maßnahme zur Kontrolle von Taubenpopulationen in Städten gilt), Transparenz vom Tiergarten hinsichtlich Herkunft und Todesursachen, die Umwandlung von Gewerbe- zu Wohnraum und bessere Hilfe für obdachlose Menschen. Tier- und Menschenrechte sollten gleichgestellt. Die alleinerziehende Mutter zweier Kinder kann also als junge Stimme für den Tierschutz gesehen werden.

Linke Liste, Platz 1 (10.854 Stimmen)
Marion Padua, *1965 geboren, Pädagogische Fachkraft
Die pädagogische Fachkraft ist seit 2009 Stadträtin und war bereits dreimal OB-Kandidatin. Sie fordert günstige Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr, orientiert am „Wiener Modell“, wo Bus und Straßenbahn einen Euro pro Tag kosten. Sie kämpft zudem gegen den Wohnungsleerstand in Nürnberg, für einen kostenfreien Zugang zu Bildung und Kinderbetreuung.

FDP, Platz 1 (8.794 Stimmen)
Ümit Sormaz, *1979 geboren, Diplom-Wirtschaftsinformatiker
Der studierte Wirtschaftsinformatiker und aktuell Schulleiter eines Nürnberger Bildungsträgers setzt auf Verwaltungseffizienz, Digitalisierung und moderne Strukturen in der Stadtverwaltung. Er kennt den Stadtrat aus Erfahrung und hat bereits in der vorigen Wahlperiode als einziger FDP-Stadtrat deren liberale Werte vertreten.
Daneben setzt er sich besonders für Bildung, eine starke Wirtschaft und bessere Zukunftschancen für Nürnberg ein. Als gebürtiger Südstädter kämpft er regelmäßig und mit Herzblut für ein besseres Image der Südstadt und ihrer Einwohner:innen.

Piratenpartei & Humanisten, Platz 1 (8.597 Stimmen)
Lukas Küffner, *2001 geboren, Student
Der BWL-Student (Schwerpunkt: Marketing und Controlling) war 2026 der OB-Kandidat der gemeinsamen Liste von Piraten und Humanisten. Er ist seit März 2025 der Kreisvorsitzende der Piraten in der Metropolregion Nürnberg und war 2023 bis 2024 bereits deren Bundesvorsitzender sowie deren EU-Kandidat 2024. Vor dem Bundesverfassungsgericht klagte seine Partei schon für eine Senkung des Wahlalters. Er plädiert für einen Livestream der Stadtratssitzungen und eine Stadtverwaltung, die auf Open-Source-Software umstellt, um die Abhängigkeit von US-Software aufzulösen und die eigene digitale Souveränität zu stärken. Er ist zudem für Bürgerbeteiligung und neue Wohnmodelle gegen den Wohungsmangel.

ödp, Platz 1 (8.367 Stimmen)
Inga Hager, *kA geboren, Physiotherapeutin
Die Physiotherapeutin sitzt seit 2020 im Stadtrat. Bis dato zu zweit, wird sie aufgrund des Stimmenverlusts ab der neuen Amtsperiode alleine die Fahne der ödp hochhalten müssen. Sie kritisiert die Kürzungen der CSU bei sozialen Themen.
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Häufig gestellte Fragen zur Stadtratswahl Nürnberg 2026
Nach dem vorläufigen Endergebnis vom 8. März 2026 bleibt die CSU mit 24 Sitzen stärkste Kraft. Die SPD stellt künftig 13 Stadträte, gefolgt von den Grünen mit 10 Sitzen. Weitere Mandate entfallen auf die AfD (8), Die Linke (5), die Freien Wähler (2), die politbande (2) sowie ÖDP, FDP, Linke Liste, Tierschutzpartei, Piraten & Humanisten und Volt mit jeweils einem Sitz.
Die Wahlbeteiligung lag bei 51,1 %. Damit stieg das Interesse im Vergleich zur Wahl 2020 (47,1 %) deutlich an.
Insgesamt wurden 70 Mitglieder in den Stadtrat gewählt. Zu den gewählten Vertretern gehören bekannte Gesichter wie Andreas Krieglstein (CSU), Thorsten Brehm (SPD) und Britta Walthelm (Grüne), aber auch neue Mandatsträger kleinerer Gruppierungen wie Volt. Eine vollständige Galerie aller gewählten Personen nach Parteien findest du oben im Artikel.
Der Nürnberger Stadtrat besteht aus 70 Mitgliedern sowie dem Oberbürgermeister, der ebenfalls stimmberechtigt ist. Die Amtszeit des neu gewählten Stadtrats beginnt am 1. Mai 2026 und dauert sechs Jahre bis April 2032.
Da im ersten Wahlgang am 8. März kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, kommt es am 22. März 2026 zur Stichwahl. Hier treten Amtsinhaber Marcus König (CSU) und Dr. Nasser Ahmed (SPD) gegeneinander an.






