50.000 Plätze, eine neue Nordkurve und mehr Platz für Fans: Nürnberg hat erstmals einen konkreten Entwurf für ein neues Max-Morlock-Stadion vorgestellt. Doch am 22. Juli entscheidet der Stadtrat noch nicht über den Bau. Warum das Projekt trotzdem an einem Wendepunkt steht und welche großen Fragen noch offen sind, erklärt Lilien Wege.
Es könnte die wichtigste Stadionentscheidung in Nürnberg seit Jahrzehnten werden. Am 22. Juli soll der Stadtrat über die Vorzugsvariante für ein neues Max-Morlock-Stadion abstimmen. Mit ihr liegt erstmals ein konkreter Entwurf auf dem Tisch: zwei Ränge, Platz für bis zu 50.000 Zuschauer, eine neue Nordkurve und mehr Raum für Fans. Doch über den Bau entscheidet der Stadtrat an diesem Tag noch nicht. Erst jetzt beginnt die Phase, in der sich zeigen muss, ob aus der Vision ein finanzierbares Großprojekt werden kann.
Der Beschluss ist erst der Anfang
Die Vorplanung ist abgeschlossen. Nach Angaben der Stadt wurden rund 150 Varianten untersucht, aus denen eine Vorzugsvariante hervorging. Stimmt der Stadtrat am 22. Juli zu, beginnt die nächste Projektphase. Bis Ende des Jahres sollen ein Businessplan, eine belastbare Kostenschätzung und die Grundlagen der Finanzierung entstehen. Parallel bereitet die Stadt die europaweite Ausschreibung eines Totalübernehmers für Planung und Bau vor.
Warum der Entwurf kleiner geworden ist
Die Vorzugsvariante zeigt deshalb nicht nur, was gebaut werden soll. Sie zeigt auch, worauf Stadt und Club bewusst verzichten. Bereits Ende 2025 beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, die Planung wirtschaftlicher zu gestalten und ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu entwickeln. Das spiegelt sich nun im Entwurf wider: Auf Parkhaus, Sporthalle,
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