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Wenig Geld – wenig Bildung: Was Nürnbergs Schulen gegen die Ungleichheit tun

Veröffentlicht am 1. November 2024
Zuletzt aktualisiert am: 3. November 2024

Bildungsungerechtigkeit schadet den betroffenen Kindern und allen Bürger:innen Nürnbergs. Warum die Ungleichheit trotzdem so groß ist und wie man sie abbaut, erklärt Relevanzreporterin Andrea Beck.

Fehlende Chancengleichheit, Bildungsungerechtigkeit, soziale Bildungsungleichheit – es gibt viele Namen für das Problem, dass der Bildungsgrad von Kindern stark an ihre soziale Herkunft gekoppelt ist. „Ärmere Eltern = weniger Chancen“, heißt die Gleichung, die sich nie ganz auflösen wird. Eine Chancengleichheit aller Kinder von 100 Prozent ist nicht realistisch. Aber es gibt Länder, die kommen den 80 Prozent schon recht nahe. Und es gibt Deutschland.

In weltweiten Vergleichen der Bildungssysteme, wie in der PISA-Studie 2022, landet Deutschland in Sachen Chancengleichheit im unteren Drittel. Innerhalb Deutschlands ist wiederum Bayern das Schlusslicht. Das Ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.) hat im Mai 2024 seine neueste Studie veröffentlicht. Laut dieser ist es in Berlin und Brandenburg etwa halb so wahrscheinlich, dass Kinder aus sozial schwachen Familien ein Gymnasium besuchen wie Kinder aus wohlhabenden Familien. In Bayern ist die Wahrscheinlichkeit mit 38,1 Prozent am geringsten im Ländervergleich.

Am Willstätter Gymnasium in Nürnberg ist es, wie in den meisten Gymnasien in Bayern. Über 70 Prozent der Schüler:innen haben Eltern, die selbst das Abitur gemacht haben oder überdurchschnittlich viel verdienen. Foto: Simon Malik

Diese Ungerechtigkeit im bayerischen Schulsystem

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