Radfahren ist nicht nur eine günstige, sondern auch klimafreundliche Alternative zum Auto. Kein Wunder also, dass eine Großstadt wie Nürnberg den Drahtesel fördern möchte. Die Politik hat sich dafür große Pläne gesetzt. Unser Reporter Marc Schmidt wirft einen Blick darauf, was aktuell gut läuft und wo Nürnberg noch dringend nachbessern muss.
Bis 2030 sollen 20 Prozent aller Wege in Nürnberg mit dem Rad zurückgelegt werden. Der Stand vor der Pandemie lag bei 14 Prozent. Außerdem soll ein lückenloses Radverkehrsnetz geschaffen werden. Hierfür plant der Stadtrat unter anderem, jedes Jahr zehn Kilometer an Fahrradstraßen neu auszuweisen und 15 Kilometer neue Radwege zu bauen. Festgeschrieben sind die ehrgeizigen Ziele im Mobilitätsbeschluss, der 2021 verabschiedet wurde. Das Dokument beschreibt den Fahrplan für die Verkehrswende in Nürnberg. Doch was auf dem Papier schön klingt, scheitert in der Realität an vielen Ecken und Enden.
Radausbau kommt nur stockend voran
Bis März 2026 wurden circa zehn Kilometer an neuen Radwegen seit Verabschiedung des Mobilitätsbeschlusses gebaut, geplant waren 50 Kilometer. Auch bei den Fahrradstraßen zeigt sich ein ähnliches Problem. Ein besonders großer Streitpunkt ist der sogenannte „Altstadtring für Radler“. Ursprünglich angekündigt als großes Leuchtturmprojekt, sollte er einen großen Beitrag zur Entstehung eines durchgängigen Radnetzes leisten. Bereits 2026 sollte der Altstadtring abgeschlossen sein.
Situationen wie hier an der Großbaustelle Bayreutherstraße verschlimmern das Problem. Radfahrer müssen auf die ohnehin schon schmalere Fahrbahn ausweichen. Andere fahren an dieser Stelle unerlaubt auf dem Gehweg. Das sorgt für
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