Politikverdrossenheit wächst – Wie wir Bürger für Demokratie begeistern

Veröffentlicht am 8. September 2023
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

Die Wahlbeteiligung sinkt, das Vertrauen in die Politik nimmt ab. Welche Gefahren das für die Demokratie hat und wie die Politikverdrossenheit bekämpft werden kann, erläutert Euch unsere Autorin Stefanie Unbehauen.

Am 08. Oktober 2023 finden in Bayern die Landtagswahlen statt. Aktuell ist die politische Stimmung hierzulande aufgeheizt. Die AfD befindet sich auf einem Allzeithoch, Krisen rund um Klima, Ukraine-Krieg, Fachkräftemangel und Inflation halten die Bundesregierung in Atem. Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staats sinkt zunehmend. Laut der aktuellen „Bürgerbefragung Öffentlicher Dienst“ im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes (dbb) halten nur noch 27 Prozent der Befragten den Staat für fähig, seine Aufgaben zu erfüllen – ein neuer Tiefpunkt. Viele Menschen haben sich von der Politik abgewandt. Debatten rund ums Gendern, politische Korrektheit und Klimaschutz verärgern sie. Gleichzeitig haben sie existenzielle Zukunftsängste und trauen der Politik nicht zu, ihre Probleme zu bewältigen. Das hat Folgen. Die Wahlbeteiligung sinkt. Zeitgleich befinden sich Populisten im Aufwind. Die Gesellschaft zersplittert zusehends. Das ist eine Gefahr – für die Demokratie und für den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung. Es gilt, Menschen, die sich von der Politik abgewandt haben, wieder abzuholen. Doch wie?

Die Zahl der Nichtwähler steigt – Eine Gefahr für die Demokratie? Illustration: Julian Reichel

Wahlbeteiligung sinkt – Eine Gefahr für die Demokratie?

Der wahre Wahlgewinner der Bundestagswahl 2021? Die

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