Für was braucht Nürnberg Partnerstädte und warum gleich ein gutes Dutzend?

Veröffentlicht am 14. Mai 2021
Zuletzt aktualisiert am: 30. Juli 2026

Wir sind in der Spitzengruppe! Denn so viele Partnerstädte wie Nürnberg hat kaum eine andere deutsche Stadt. Doch bedeutet Quantität auch Qualität? Und: Wozu gibt es überhaupt Städtepartnerschaften? Unsere Reporterin Nicole Tennler stellt sich Deinen Fragen.

Bis auf die Buden am vorweihnachtlichen „Markt der Partnerstädte“ hinter dem Nürnberger Rathaus und vielleicht vom Schüler:innenaustausch sind vielen von uns die Partnerstädte weitgehend unbekannt. Doch: Dabei geht es um Deine Steuergelder, unser Ansehen in der Welt, interkulturelle Kompetenz und globale Gerechtigkeit.

Du erfährst in diesem Beitrag außerdem, welche Vereine vor Ort beteiligt sind, was das mit Diplomatie zu tun hat und wo Du mitten in Nürnberg in fremde Kulturen eintauchen oder Deine eigenen Wurzeln entdecken kannst. Los geht’s: Deine erste Frage?

Was, bitte, hat man/ ich von einer Städtepartnerschaft?

Wenn Du auf Reisen erzählst, Du kommst aus Nürnberg, dann reagieren die Leute oft auf zwei Arten: Entweder sie haben noch nie von uns gehört oder es kommt ein „Hitler, Reichsparteitage, Nürnberger Prozesse“ zur Antwort – also noch weit vor Bratwurst, Lebkuchen, Christkindlesmarkt und Kaiserburg. Man assoziiert uns einfach mit dieser hässlichen, braunen Vergangenheit.

Menschen aus Nürnbergs Partnerstädten waren aber vielleicht schon einmal bei uns zu Besuch und sagen dann eher „schöne Altstadt“. Oder sie haben von uns gehört: „Ihr habt uns, glaube ich, mal eine Straßenbahn geschenkt“. Denn in Krakau und Antalya fahren ausrangierte Straßenbahnen aus Nürnberg!

Eine der alten Nürnberger Straßenbahnen

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