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Operninterim könnte auch zur Dauerlösung werden

Von: Norbert Goldhammer

Lesezeit: 5 Minuten

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Das Nürnberger Opernhaus am Richard-Wagner-Platz ist marode und muss saniert werden. Die Ausweichspielstätte für die Zeit des Umbaus ist gefunden und wird im Innenhof der Kongresshalle errichtet. Muss die Oper danach wieder zwingend zurück an ihren altehrwürdigen Platz in der Innenstadt? Könnte sich am Dutzendteich durch die Symbiose mit den geplanten Ermöglichungsräumen nicht auch ein neues kulturelles Zentrum entwickeln? Unser Kulturredakteur Norbert Goldhammer sprach darüber auch mit dem Stadtrat Ernesto Buholzer Sepúlveda, der für die politische Gruppierung Politbande im Stadtrat sitzt und sich für eine solche Lösung stark macht.

Der Umzug ins Operninterim in den Innenhof der Kongresshalle verzögert sich. Dies wurde am 25. März 2023 bei einer Pressekonferenz im Rathaus von der Stadtspitze bekannt gegeben. Nicht 2025 sondern erst zum Start der Spielzeit 2027/28 wird es eine erste Premiere auf der dann neu geschaffenen Bühne in der Ausweichspielstätte geben. Auch dieser Zeitplan ist ambitioniert aber machbar, meint Baureferent Daniel Ulrich, spricht aber gleichzeitig von einer „herausfordernden Geschwindigkeit, die man verlangt.“ Als Gründe für die daraus resultierende, verlängerte Spieldauer im alten Opernhaus nennt er die Dauer der Stadtratsdebatten zum Standort und der Finanzierung für das Interim, aber auch alle Fragen, die Rund um die Verwirklichung der Ermöglichungsräume in der Kongresshalle geklärt werden mussten.

Ausschreibung für den Bau des Interims startet

Am 14. April 2023 soll die Ausschreibung für das Interim an interessierte Firmen verschickt werden. Gesucht wird europaweit ein Planer, der in einem sogenannten Totalübernahmeverfahren für die gesamte Bauabwicklung zuständig sein wird. Wer die Ausschreibung gewinnt macht dann also alles aus einer Hand. Die Stadt will dadurch Insolvenzen einzelner am Bau beteiligter Firmen vermeiden und verspricht sich mehr Planungssicherheit beim eng gesteckten Zeitplan. Rund 100 Millionen Euro investiert die Stadt alleine für...

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