Ein Mosaik mit dem Nürnberger Stadtwappen ziert das Rathaus am Hauptmarkt
Thomas Geiger

Was macht eigentlich ein Oberbürgermeister?

Veröffentlicht am 30. Januar 2026
Zuletzt aktualisiert am: 26. Februar 2026

Sie repräsentieren die Bürger:innen einer Gemeinde, leiten die Stadtverwaltung und halten Reden bei Festen. Aber warum hat Nürnberg gleich drei davon? Lea Maria Kiehlmeier erklärt, welche Aufgaben das Amt mit sich bringt.

Ein Beruf, für den es keine Ausbildung, kein Studium gibt und der zeitlich begrenzt ist, von dem jede:r gehört hat: Bürgermeister:in. Weil das Kommunalrecht in der Hand der Bundesländer liegt, hat jedes eigene Regeln. In Bayern gibt es den politischen Titel seit 1907. Prinzregent Luitpold verlieh ihn den Amtsinhabern in den damals zehn größten Städten in Bayern, auch in Nürnberg.

Bürgermeister:in oder Oberbürgermeister:in?

In kreisfreien Städten wie Nürnberg, Fürth oder Erlangen und Großen Kreisstädten wie Forchheim, Eichstätt oder Neumarkt in der Oberpfalz sitzen hauptamtliche Oberbürgermeister:innen im Rathaus. In diesen Städten können außerdem weitere Bürgermeister:innen als Vertreter:innen eingesetzt werden. Insgesamt gibt es 49 Oberbürgermeister:innen in Bayern. Sie dürfen bei der Wahl maximal 65 Jahre alt sein.

In kleineren Gemeinden bis 10.000 Einwohner:innen sind die Bürgermeister:innen in der Regel auch hauptamtlich. Sind es noch weniger Einwohner:innen, arbeiten sie ehrenamtlich und bekommen nur eine Aufwandsentschädigung.

Das alte Rathaus
Die Fassade das Nürnberger Rathauses. Foto: Thomas Geiger

So werden Bürgermeister:innen gewählt

Die Rahmenbedingungen zur Wahl sind in der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern festgelegt. Kommunalwahlen finden alle sechs Jahre statt und in diesen werden neben Stadträt:innen auch

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