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Geflüchtete könnten Nürnbergs Fachkräftemangel lindern

Von: Andrea Beck

Lesezeit: 10 Minuten

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Nürnberg nimmt jährlich tausende Geflüchtete auf. Während sie in ihren Unterkünften sitzen, werben die Unternehmen vor Ort Mitarbeiter:innen im Ausland an. Warum das so ist und wie die Geflüchteten Teil der Lösung werden, erklärt Relevanzreporterin Andrea Beck.

Wer zum ersten Mal nach Nürnberg kommt, erwartet fränkische Fachwerkhäuser und Bratwurst – und ist dann überrascht von dem bunten Leben in der Stadt. Kulinarisch ist von ägyptischen Baklavas über äthiopisches Curry bis zur vietnamesischen Pho-Suppe alles zu finden. Doch die Vielfalt endet nicht an der Restauranttür. Türkische Postfilialen und Arztpraxen, arabische Friseurläden und asiatische Lebensmittel-Shops sind Teil des alltäglichen deutschen Lebens. Mittlerweile leben und arbeiten Menschen aus über 170 Nationen in Nürnberg.

Die Stadt der Menschenrechte ist eine Einwanderungsstadt. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Einwohner:innen haben einen Migrationshintergrund oder sind im Ausland gemeldet (Stand Dezember 2023).

Nürnberg ist auch eine Einbürgerungsstadt – 2023 hat sie rund 2400 Menschen aus 101 Nationen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Das ist die aktuelle Rekordzahl - vor fünf Jahren waren es noch etwas über 1000 Menschen.

Nürnberg stemmt die Zuwanderung

Das Bild zeigt eine Eingangstafel des Nürnberger Bürgeramts Mitte mit dem Amt für Migration und Integration.
Das Amt für Migration und Integration in der Äußeren Laufer Gasse ist Nürnbergs Ausländerbehörde.
Foto: Andrea Beck

Am Rand dieser multikulturellen...

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3 Kommentare

    • Lieber Thomas Grethlein, danke für Deinen Kommentar. Tatsächlich wird unser zweiter Artikel zum Thema die Integration Geflüchteter in Nürnberg – und wie sie noch verbessert werden kann – genau beleuchten. Ein Punkt wird erneut die Integration durch Arbeit sein und die Beteiligung der IHK im Verfahren ist ein interessanter Hinweis. Vielen Dank!

  1. Es ist wohltuend zu lesen, dass die Nürnberger Stadtverwaltung die Herausforderung Migration nicht bejammert, sondern nach Lösungen sucht. Meine Meinung nach ist geregelte Arbeit der beste Weg, um sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Auch die Sprache lernt sich da schneller als in einem Sprachkurs. Vielleicht nicht grammatikalisch korrekt, aber alltagstauglich. Doch es gibt ja noch dieses Dilemma: Wer gut arbeitet, wird von Kolleg*innen und Arbeitgebern geschätzt, was Abschiebungen erschwert. Rhetorische Frage: Kann es sein, dass es Parteien und Politiker*innen gibt, die die Integration von Migrant*innen gar nicht wollen?

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