Wenig Autos, viele Radwege und ein groß angelegter Park für alle. Das sind die Versprechen des neuen Stadtteils Lichtenreuths. Doch was ist dran an diesem Wunschtraum und wo zeigen sich jetzt schon erste Schwächen? Unser Reporter Marc Schmidt hat sich das Mobilitätskonzept des neuen Stadtteils Lichtenreuth genauer angesehen.
Auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs zwischen den U-Bahnstationen Hasenbuck und Bauernfeindstraße sollen einmal 6.000 Menschen leben und die neue Technische Universität Nürnberg entstehen. Insgesamt ist das Gebiet 90 Hektar groß, was in etwa der Lorenzer Altstadt entspricht. Bereits vor mehr als zehn Jahren konnte sich das niederländische Planungsbüro West 8 im Rahmen eines Städtebauwettbewerbs mit seinem Entwurf den Planungszuschlag sichern. Direkt von Beginn an haben alle Beteiligten das Mobilitätskonzept mitgedacht.
Rohbauten und Menschenmengen
Daniel Ulrich, Christine Kayser und Nasser Ahmed (von links nach rechts) beim Stadtteilspaziergang in Lichtenreuth (Oktober 2025). Foto: Marc Schmidt
An einem bewölktem Oktobernachmittag 2025 hat die Nürnberger SPD-Spitze bestehend aus Nasser Ahmed und Christine Kayser gemeinsam mit Baureferent Daniel Ulrich zum Stadtteilrundgang eingeladen. Das Interesse ist groß. Gut 40 Leute haben sich auf den Weg in den Nürnberger Süden gemacht. Obwohl bereits seit mehreren Jahren in Lichtenreuth gebaut wird, sind nur wenig fertige Gebäude zu sehen, lediglich eine einzelne lange Häuserzeile und der zentrale Park sind fertiggestellt. Der Hauptteil der Fläche besteht nach wie vor aus Brachland und Rohbauten. Obwohl nur wenige Menschen bisher in Lichtenreuth leben, sind die Straßen bereits asphaltiert.
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