Stell Dir vor, Deine Stadt könnte bei Starkregen einfach das Wasser aufsaugen wie ein Schwamm und es bei Hitze wieder abgeben, um Bäume zu bewässern und die Luft zu kühlen. Genau das verspricht das Schwammstadtprinzip. Es kommt zum Beispiel im neuen Stadtteil Lichtenreuth zum Einsatz. Lea Maria Kiehlmeier erklärt Dir die Chancen und Herausforderungen.
Starkregen überflutet Unterführungen, Hitzenächte belasten die Gesundheit: Der Klimawandel stellt Nürnberg vor neue Herausforderungen. Das Schwammstadtprinzip soll helfen, die Stadt für extreme Wetterereignisse zu wappnen. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? „Was eine Schwammstadt nicht ist, ist Hochwasserschutz“, erklärt Daniel Ulrich (parteilos), Baureferent der Stadt Nürnberg. „Es ist eher eine Klimaanpassung und sichert die Grundwasserreserven der Stadt.“ An vollgelaufene Unterführungen in der Stadt müsse man sich gewöhnen.
Das Prinzip klingt simpel: Regenwasser soll nicht einfach in die Kanalisation abfließen, sondern vor Ort versickern und gespeichert werden. Brigitte Sesselmann vom Verein Baulust betont dabei einen wichtigen Aspekt: „Meines Erachtens geht es um ein geändertes Verhältnis zu Ressourcen aufzubauen.“ Statt Regenwasser als Problem zu betrachten, nutzt man es zur Bewässerung von Grünflächen und füllt damit das Grundwasser auf.
Die Schwammstadt soll ein Zuviel an Wasser „wie ein Schwamm“ aufsaugen und speichern. Statt es direkt in die Kanalisation zu leiten, kann es versickern und Bäume bewässern. Grafik: Umweltbundesamt
Mulden und Rigolen in Lichtenreuth
„In Lichtenreuth ist das Ziel, dass alles Wasser, was dort niedergeht, im Areal versickert“,
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