Feuerwehrmann tippt auf dem Handy, Übungseinsatz, Feuerwehrschläuche liegen am Boden, sechs Feuerwehrmänner von hinten, Löschfahrzeug mit offener Türe
Simon Malik

Wenn alles stillsteht: Nürnbergs Plan für den Krisenfall

Veröffentlicht am 1. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert am: 29. April 2026

Was tun, wenn plötzlich Strom und Mobilfunk ausfallen, Supermärkte schließen und extreme Wetterlagen oder digitale Bedrohungen den Alltag binnen Minuten lahmlegen? Reporterin Verena Apreck zeigt, wie sich die Stadt auf Krisenszenarien vorbereitet und wie jede:r Einzelne aktiv werden kann.

Von Extremwetter bis Cyberangriffen: Ein großflächiger Stromausfall (Blackout) ohne Fremdeinwirkung sei laut N‑Ergie‑Vorstand Maik Render unwahrscheinlich, die Sorge vor Sabotage wachse jedoch. Eine autarke Versorgung sei für 30 Prozent des Stadtgebiets möglich. Umso wichtiger: Gute Vorbereitung, sowohl seitens der Stadt als auch der Bürger:innen.

Wer Nürnberg durch die Krise steuert

Die operative Einsatzleitung des Klinikums Nürnberg bei der Koordination des Blackout-Tests am 25. April 2026, Foto: Jakob Lichtenfeld

Angenommen ein Blackout tritt ein und die Stadtteile Nürnbergs liegen im Dunkeln, Telefonnetze brechen zusammen, Ampeln fallen aus, Notrufe gehen nur eingeschränkt ein. Was passiert dann?

Bei einem solchen flächendeckenden Stromausfall greift der Katastrophenschutz. Wenn die Kapazitäten von Feuerwehr und Rettungsdiensten an ihre Grenzen stoßen, liegt die Einsatzleitung bei Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) trifft die administrativen Entscheidungen, während die örtliche Einsatzleitung vor Ort Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste koordiniert. Jörg Ottenschläger, stellvertretender Abteilungsleiter der Bereitschaftspolizei, betont, dass es in der ersten Stunde entscheidend ist, Kommunikationswege zu schaffen und Zuständigkeiten klar zu regeln. Die

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