Feuerwehrmann tippt auf dem Handy, Übungseinsatz, Feuerwehrschläuche liegen am Boden, sechs Feuerwehrmänner von hinten, Löschfahrzeug mit offener Türe
Simon Malik

Wenn alles stillsteht: Nürnbergs Plan für den Krisenfall

Veröffentlicht am 1. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert am: 30. Juli 2026

Was tun, wenn plötzlich Strom und Mobilfunk ausfallen, Supermärkte schließen und extreme Wetterlagen oder digitale Bedrohungen den Alltag binnen Minuten lahmlegen? Reporterin Verena Apreck zeigt, wie sich die Stadt auf Krisenszenarien vorbereitet und wie jede:r Einzelne aktiv werden kann.

Von Extremwetter bis Cyberangriffen: Ein großflächiger Stromausfall (Blackout) ohne Fremdeinwirkung sei laut N‑Ergie‑Vorstand Maik Render unwahrscheinlich, die Sorge vor Sabotage wachse jedoch. Eine autarke Versorgung sei für 30 Prozent des Stadtgebiets möglich. Umso wichtiger: Gute Vorbereitung, sowohl seitens der Stadt als auch der Bürger:innen.

Wer Nürnberg durch die Krise steuert

Die operative Einsatzleitung des Klinikums Nürnberg bei der Koordination des Blackout-Tests am 25. April 2026, Foto: Jakob Lichtenfeld

Angenommen ein Blackout tritt ein und die Stadtteile Nürnbergs liegen im Dunkeln, Telefonnetze brechen zusammen, Ampeln fallen aus, Notrufe gehen nur eingeschränkt ein. Was passiert dann?

Bei einem solchen flächendeckenden Stromausfall greift der Katastrophenschutz. Wenn die Kapazitäten von Feuerwehr und Rettungsdiensten an ihre Grenzen stoßen, liegt die Einsatzleitung bei Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) trifft die administrativen Entscheidungen, während die örtliche Einsatzleitung vor Ort Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste koordiniert. Jörg Ottenschläger, stellvertretender Abteilungsleiter der Bereitschaftspolizei, betont, dass es in der ersten Stunde entscheidend ist, Kommunikationswege zu schaffen und Zuständigkeiten klar zu regeln. Die

Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!

Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.

Wir sind unabhängig und werbefrei.

Passwort vergessen?

Empfohlene Artikel aus dem Schwerpunkt:
Kommunalpolitik & Rathaus, Mobilität & Infrastruktur

  • 1
    Die Austraße in Gostenhof gehört zum "Superblock", eine autofreie Zone und umstrittenes Pilotprojekt. Hier sitzen Anwohner:innen in einem ausrangierten Boot als Sitzgelegenheit zum Nachmittagsplausch.

    Gostenhof ringt um die Superblocks

    Ein Jahr „Superblocks“: Mit dem Verkehrsversuch hat die Stadt Nürnberg etwas gewagt. Nicht alle Anwohnenden waren begeistert, es gab Kritik und Streit. Am Runden Tisch haben sich Befürwortende und Kritisierende zusammengerauft und nun im Rathaus die Ergebnisse vorgestellt. Wo sie Konsens fanden, welchen Prüfauftrag sie an die Politik übergeben und wie es mit den Superblocks weitergeht

    7. August 2026
  • 2
    Kämmerer Thorsten Brehm (SPD) zeigt den Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen an seinem Laptop.

    Welche Projekte muss Nürnberg streichen?

    Die Haushaltssperre war erst der Anfang. Im Herbst entscheidet der Stadtrat über ein Sparpaket und damit auch darüber, welche Projekte verschoben oder gestrichen werden. Kämmerer Thorsten Brehm (SPD) erklärt im Interview mit Chefredakteurin Lilien Wege, warum die Stadt plötzlich handeln musste, welche Vorhaben auf den Prüfstand kommen und welche vorerst weiterlaufen.

    7. August 2026
  • 3

    VGN bald ohne Papier-Tickets: Nur digital zuerst oder auch digital exklusiv?

    Papiertickets sollen im VGN nach und nach verschwinden. Wer künftig spontan am Automaten einen Fahrschein ziehen oder im Bus bezahlen möchte, muss sich umstellen. Warum der Verkehrsverbund auf ein digitales Tarifsystem setzt und welche Kritik es daran gibt, erfährst Du von Alexandra Haderlein.

    27. Juli 2026

Die neuesten Artikel:

  • 1
    Die Austraße in Gostenhof gehört zum "Superblock", eine autofreie Zone und umstrittenes Pilotprojekt. Hier sitzen Anwohner:innen in einem ausrangierten Boot als Sitzgelegenheit zum Nachmittagsplausch.

    Gostenhof ringt um die Superblocks

    Ein Jahr „Superblocks“: Mit dem Verkehrsversuch hat die Stadt Nürnberg etwas gewagt. Nicht alle Anwohnenden waren begeistert, es gab Kritik und Streit. Am Runden Tisch haben sich Befürwortende und Kritisierende zusammengerauft und nun im Rathaus die Ergebnisse vorgestellt. Wo sie Konsens fanden, welchen Prüfauftrag sie an die Politik übergeben und wie es mit den Superblocks weitergeht

    7. August 2026
  • 2
    Viel los bei der Eröffnung des 38. Deutschen Kirchentages in Nürnberg. Polizei und Sicherheitskräfte sind auch vor Ort.

    Großevents in Nürnberg: Was hinter den Kulissen für Deine Sicherheit passiert

    Hinter jedem Festival, Stadtfest oder Konzert steckt ein Sicherheitskonzept, meist macht man sich keine Gedanken darüber. Doch wie entsteht es eigentlich? Zwei aktuelle Ereignisse, ein mutmaßlicher sexueller Übergriff auf einem Nürnberger Open-Air-Festival und der Anschlag auf den Berliner CSD, geben Anlass, hinter die Kulissen zu blicken.

    7. August 2026
  • 3

    CSD Nürnberg: Bunt und politisch

    Warum und wofür gehen Menschen beim Christopher Street Day auf die Straße und was fordert die Community von der Politik? Lea Maria Kiehlmeier hat bei den Ämtern und Organisator:innen nachgefragt.

    7. August 2026

Schreibe einen Kommentar zu "Wenn alles stillsteht: Nürnbergs Plan für den Krisenfall"

Zum Kommentieren musst du angemeldet sein.