Collage: Wahplakate zur Kommunalwahl 2026, Die Linke, CSU (mit Marcus König) und AfD (mit Waltraud Glombeck)
Collage: Thomas Geiger

Mehr Parteien, keine Mehrheit: Wie die Kommunalwahl 2026 Nürnbergs Stadtrat verändert

Veröffentlicht am 11. März 2026
Zuletzt aktualisiert am: 16. März 2026

Die CSU gewinnt, doch regieren wird trotzdem kompliziert. Die Kommunalwahl 2026 bringt mehr Parteien in den Stadtrat als je zuvor, verschiebt politische Kräfteverhältnisse und macht kleine Fraktionen plötzlich zu möglichen Mehrheitsbeschaffern. Was die Ergebnisse wirklich bedeuten und warum Nürnbergs Lokalpolitik künftig stärker von wechselnden Bündnissen geprägt sein könnte, fasst Lilien Wege zusammen.

Die Plätze im Stadtrat von Nürnberg sind neu gewählt worden. Bei der Kommunalwahl 2026 ist eines deutlich: Die großen Parteien sind zum Teil erheblich geschrumpft (SPD und Bündnis 90/Die Grünen) oder müssen sich mit neuen Konstellationen im Rathaus zurechtfinden. Auch 2026 wird es damit keine klare Lagermehrheit geben. Die CSU als Wahlsieger muss weiterhin mit wechselnden Mehrheiten und Kooperationen zwischen mehreren Fraktionen agieren.

Die Auszählung ist durch, „zügig und reibungslos“ hätte es dieses Mal geklappt, so Wahlamtsleiterin Susanne Hartung am Dienstagmorgen nach der Kommunalwahl am 8. März 2026. Denn vor sechs Jahren haben wir Bürger:innen wegen einer technischen Panne (und nicht wegen der Corona-Pandemie) auf die Ergebnisse von 2020 vier Tage lang warten müssen.

Das Ergebnis: Bei der Nürnberger Stadtratswahl 2026 wurde die CSU mit 33,7 Prozent der Stimmen erneut stärkste Kraft. Dahinter folgen die SPD mit 18,3 Prozent sowie Bündnis 90/Die Grünen mit 14,8 Prozent. Auf Platz vier liegt die AfD mit 11,3 Prozent, gefolgt von Die Linke mit 6,6 Prozent. Dahinter reihen sich kleinere Parteien und Wählergruppen ein, darunter Freie Wähler (3,4 Prozent), Politbande (3,2 Prozent), Volt (1,9 Prozent), FDP (1,6 Prozent), ÖDP (1,3 Prozent), die Tierschutzpartei (1,1 Prozent), LINKE LISTE Nürnberg (0,9 Prozent) sowie Piraten & Humanisten (0,7

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