Nürnberg will bis 2040 klimaneutral sein. Ein Jahr nach dem Beschluss des Klimaplans sind viele Maßnahmen angelaufen, doch wichtige Strukturen fehlen noch. Anett Hentschel schaut darauf, was bereits funktioniert, wo es hakt und warum ausgerechnet jetzt das Geld zur entscheidenden Frage wird.
Wer derzeit rund um den Friedrich-Ebert-Platz unterwegs ist, kann Nürnbergs Klimapolitik ziemlich konkret erleben: Dort wird das Fernwärmenetz ausgebaut. Auch Baustellen für den Umbau des Plärrers, fußgängerfreundlichere Stadtteile oder die Erweiterung des Straßenbahnnetzes gehören zu Veränderungen, die Nürnberg klimafreundlicher machen sollen.
Bis spätestens 2040 will Nürnberg klimaneutral werden. Dafür hat der Stadtrat vor einem Jahr das Integrierte Klimaschutzkonzept mit 67 konkreten Maßnahmen beschlossen. Doch wie viel davon ist inzwischen tatsächlich umgesetzt?
42 Prozent sind in Umsetzung
Am 24. September hat der KlimaEntscheid das Umweltreferat zum öffentlichen Status-Check eingeladen. Die Zwischenbilanz: 42 Prozent der Maßnahmen des Klimaplans sind demnach in Umsetzung, allerdings unterschiedlich weit fortgeschritten.
Wie groß die Unterschiede sind, zeigt der Blick auf fünf Sofortmaßnahmen, die der Umweltausschuss im Oktober 2025 festgelegt hatte.
Am weitesten ist Nürnberg bei der Energieberatung: Das Umweltreferat hat die Angebote ausgebaut und um mobile Beratung ergänzt. Auf Wochen- und Trempelmärkten waren Beraterinnen und Berater mit einem Fahrradanhänger unterwegs. Im Juli 2027 soll außerdem ein Klima- und Energieberatungszentrum in der Innenstadt öffnen – wegen Mittelkürzungen allerdings
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