Autor(en)

Alexandra Haderlein

Fotograf(en)

Thomas Geiger

Relevanzreporter

Unabhängiger, konstruktiver Lokaljournalismus für Nürnberg & die Region.

Folge uns

Kein ICE-Werk im Reichswald: Deutsche Bahn zieht sich zurück

Von: Alexandra Haderlein

Lesezeit: < 1 Minuten

|
|
Am Morgen hatten die Gegner des Bahnprojektes, das Bündnis "Rettet den Reichswald", noch zu einer Mahnwache vor dem DB Museum in Nürnberg aufgerufen. Dort fand erneut ein Runder Tisch der Deutschen Bahn statt. Es dauerte nicht lange, bis auf Social Media die Nachricht kursierte: Die Bahn zieht sich zurück - allerdings nicht nur aus Nürnberg. 

Während des Treffens im Museum erklärte die Deutsche Bahn ihr Projekt “ICE-Instandhaltungswerk Nürnberg” für beendet. Das bislang von ihr anvisierte und aufgrund der möglichen Bodenverunreinigungen aus vergangenen Zeiten so umstrittene MUNA-Gelände bei Feucht ist damit ebenso aus dem Rennen wie alle anderen in der Region. Im Raum Nürnberg, existiere “kein Standort der für die besonderen Anforderungen eines betriebsnahen ICE-Instandhaltungswerks geeignet ist und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für einen Bau bietet”, teilte die Bahn bei dem Termin mit.

Komplett raus aus Bayern

Doch die Bahn (hier die offizielle Pressemitteilung des Unternehmens) kehrt damit nicht nur Nürnberg den Rücken, sonderm dem gesamten Freistatt: “DB Fernverkehr zieht sich mit dem Projekt ICE-Werk aus dem Freistaat Bayern zurück.” Man werde “zu gegebener Zeit, Aktivitäten in einer anderen Region aufnehmen.”

Mountainbiker auf Sandweg im Wald, fährt bergab
Waldstück bei Winkelhaid zum Birkensee. Archivfoto: Thomas Geiger

Wichtiger Wirtschaftsfaktor schon bei Relevanzreporter-Diskussionsrunde voll anerkannt

Die Arbeitsplätze, da waren sich schon bei der Relevanzreporter-Gesprächsrunde “Nürnberg spricht- über das geplante ICE-Werk” im vergangenen Sommer alle einig, täten der Region gut. Grundsätzlich befürworteten auch alle das Werk. Nur die auserwählten Standorte wurden massiv kritisiert. Nicht zuletzt deshalb, weil damit gesetzlich geschützter Wald rings um Nürnberg abgeholzt werden hätte müssen, der mit Blick auf die Klimakrise doppelt bedeutsam für die Stadt und Region wird.

Relevanzbrief – Unsere kostenlose Wochenpost für Dich

Du möchtest uns unverbindlich näher kennenlernen, Nachrichten aus Deiner Stadt erhalten und erfahren, was wir Dir und unserer Community so zu bieten haben? Kein Problem! Mit unserem wöchentlichen, kostenlosen Relevanzbrief. Hol’ ihn Dir hier:

Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters MailChimp, Protokollierung der Anmeldung und Deinen Widerrufsrechten erhältst Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bedauern über verworfene Hafenlösung

Dementsprechend bedauert auch der Bund Naturschutz, dass das Projekt für die Verkehrswende nicht in der Region Nürnberg angesiedelt wird. Der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Nürnberg-Stadt, Klaus-Peter Murawski, erklärt dazu: „Wir sind fest davon überzeugt, dass der Nürnberger Hafen ein geeigneter Standort gewesen wäre. Schade, dass dieser innovative und flächenschonende Vorschlag von der Bahn, der bayerischen Staatsregierung und dem Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König nicht aufgegriffen worden ist.“

Jetzt schon ab 8 € unterstützen!

Werde auch Du Teil der Relevanzreporter-Community!

Mit Deiner Unterstützung entwerfen wir mit Dir das neue Medienangebot für Nürnberg und die Region. Nachrichten, wie Du sie wirklich willst.

Löschen

Das könnte Dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar