Kein ICE-Werk im Reichswald: Deutsche Bahn zieht sich zurück

Veröffentlicht am 13. April 2023
Zuletzt aktualisiert am: 30. Juli 2026

Am Morgen hatten die Gegner des Bahnprojektes, das Bündnis „Rettet den Reichswald“, noch zu einer Mahnwache vor dem DB Museum in Nürnberg aufgerufen. Dort fand erneut ein Runder Tisch der Deutschen Bahn statt. Es dauerte nicht lange, bis auf Social Media die Nachricht kursierte: Die Bahn zieht sich zurück – allerdings nicht nur aus Nürnberg. 

Während des Treffens im Museum erklärte die Deutsche Bahn ihr Projekt „ICE-Instandhaltungswerk Nürnberg“ für beendet. Das bislang von ihr anvisierte und aufgrund der möglichen Bodenverunreinigungen aus vergangenen Zeiten so umstrittene MUNA-Gelände bei Feucht ist damit ebenso aus dem Rennen wie alle anderen in der Region. Im Raum Nürnberg, existiere „kein Standort der für die besonderen Anforderungen eines betriebsnahen ICE-Instandhaltungswerks geeignet ist und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für einen Bau bietet“, teilte die Bahn bei dem Termin mit.

Komplett raus aus Bayern

Doch die Bahn (hier die offizielle Pressemitteilung des Unternehmens) kehrt damit nicht nur Nürnberg den Rücken, sonderm dem gesamten Freistatt: „DB Fernverkehr zieht sich mit dem Projekt ICE-Werk aus dem Freistaat Bayern zurück.“ Man werde „zu gegebener Zeit, Aktivitäten in einer anderen Region aufnehmen.“

Mountainbiker auf Sandweg im Wald, fährt bergab
Waldstück bei Winkelhaid zum Birkensee. Archivfoto: Thomas Geiger

Wichtiger Wirtschaftsfaktor schon bei Relevanzreporter-Diskussionsrunde voll anerkannt

Die Arbeitsplätze, da waren sich schon bei der Relevanzreporter-Gesprächsrunde „Nürnberg spricht- über das geplante ICE-Werk“ im vergangenen Sommer alle einig, täten der Region gut. Grundsätzlich befürworteten

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  • Alexandra Haderlein
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