
NÜRNBERG – Die Planungen für den Ausbau des Frankenschnellwegs gehen weiter: Die Befürworter:innen gewannen den Bürgerentscheid am Sonntag mit 53,0 Prozent. Die Gegner:innen kamen auf 47,0 Prozent. Doch wie haben die einzelnen Stimmbezirke entschieden – und was lässt sich daraus folgern? Eine Analyse von Kevin Kienle, Herausgeber unseres neuen Medienpartners „The Nuremberg Times“.

Der Frankenschnellweg beschäftigt Nürnberg seit fast 40 Jahren. Gerichte, Stadtratsregierung und Freistaat haben sich längst positioniert. Trotzdem entscheiden jetzt die Bürger:innen über die Zukunft des Projekts. Eine Chronologie des Streits und ein Überblick über die wichtigsten Befürworter:innen und Gegner:innen.

Der Frankenschnellweg steht. Jeden Tag. Vor allem rund um die Schwabacher Straße verlieren Autofahrer:innen im Feierabendverkehr Zeit im Stau. Die Stadt verspricht mit dem Ausbau einen besseren Verkehrsfluss. Kritiker:innen halten dagegen: Wer Straßen ausbaut, bekommt am Ende noch mehr Verkehr. Was steckt hinter diesem Argument und was sagen die Daten zum Nürnberger Fall?

Autos, Autos, Autos: Auf Nürnbergs Einfallstraßen steht der Verkehr oft still, vor allem, wenn Baustellen alles zusätzlich ausbremsen. Genau hier setzt die Stadt an: Mit digitalem Baustellenmanagement sollen Bauvorhaben künftig besser abgestimmt und Staus spürbar reduziert werden. Relevanzreporter Julian Hörndlein zeigt, wie realistisch der Ansatz ist und warum andere Städte bereits weiter sind.

Seit 2019 schützt eine Satzung Nürnberger Wohnraum vor Zweckentfremdung und hat hunderte Wohnungen zurück auf den Markt gebracht. Das bewährte Modell steht nun auf der Kippe. Lea Maria Kiehlmeier erklärt, was dahinter steckt.

Stell Dir vor, Deine Stadt könnte bei Starkregen einfach das Wasser aufsaugen wie ein Schwamm und es bei Hitze wieder abgeben, um Bäume zu bewässern und die Luft zu kühlen. Genau das verspricht das Schwammstadtprinzip. Es kommt zum Beispiel im neuen Stadtteil Lichtenreuth zum Einsatz. Lea Maria Kiehlmeier erklärt Dir die Chancen und Herausforderungen.

Wenig Autos, viele Radwege und ein groß angelegter Park für alle. Das sind die Versprechen des neuen Stadtteils Lichtenreuths. Doch was ist dran an diesem Wunschtraum und wo zeigen sich jetzt schon erste Schwächen? Unser Reporter Marc Schmidt hat sich das Mobilitätskonzept des neuen Stadtteils Lichtenreuth genauer angesehen.

Wohnraum in Nürnberg ist teuer und knapp. Das Ulmer Modell zeigt einen Ausweg: Durch strategischen Grundstücksankauf schafft die Stadt langfristig bezahlbare Mieten. Ob das auch in Nürnberg möglich wäre, hat Lea Maria Kiehlmeier recherchiert.

Seit Jahrzehnten wird in Nürnberg über den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs diskutiert. Die geplante Baumaßnahme reduziere Staus, sagen deren Befürworter:innen. Die Gegner:innen argumentieren hingegen, dass man dadurch noch mehr Schwerlastverkehr in die Stadt ziehe. Reporter Philipp Demling zeichnet die Stationen des Rechtsstreits nach und schaut nach vorne.

Ob 2000 neu gebaute Wohnungen pro Jahr das Wohnungsproblem lösen und wie Wohnraum in Nürnberg bezahlbar wird – unsere Infografikerin Anett Hentschel hat sich die Zahlen genauer angeschaut und überlegt, was ganz ohne Bauen möglich ist.

Wohnraum in Nürnberg ist knapp. Gleichzeitig gibt es in der Stadt viele leerstehende Industriegelände und Gewerbeflächen. Was liegt also näher, als diese zu Wohnungen umzubauen? Philipp Demling erzählt Dir, wo in Nürnberg ehemalige Industriehallen in Wohnraum umgewandelt werden und was die Hindernisse dabei sind.

In der Marthastraße in Nürnberg-Tullnau lebt eine Hausgemeinschaft, die Vielfalt und das Miteinander aktiv fördert. Ob Familien, Alleinstehende oder Menschen mit Behinderungen – hier wird Gemeinschaft großgeschrieben. Bewohnerin Karin Melde gibt uns einen Einblick in das Wohnprojekt. Eine Podcast-Folge von Lea Maria Kiehlmeier.
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