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Strom für Nürnberg – die Jurastromtrasse

Von: Heinz Wraneschitz

Lesezeit: 10 Minuten

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„Juraleitung“: Das Wort - es beschreibt eine Hochspannungsleitung - ist seit fast einem Jahrzehnt in der Region in und um die Frankenmetropole Nürnberg in vieler Munde. Aus verschiedenen Gründen. Unser Redakteur Heinz Wraneschitz gibt einen Überblick über Planung und Zusammenhänge.

Die Juraleitung: Für den Trassenbetreiber Tennet ist sie jedenfalls „die Pulsader der Energiewende in Bayern“. In Nazizeiten lief sie unter dem Begriff „Reichssammelschiene“. Doch diese „Pulsader“, die in den 1940er Jahren errichtete Hochspannungs-Stromtrasse von Raitersaich im Landkreis Fürth über Ludersheim bei Altdorf bis nach Altheim bei Landshut soll runderneuert werden. Auch aus Altersgründen.

Aber die Firma TenneT TSO GmbH will dabei nicht einfach neue Leitungsseile auf die alten Masten hängen: der für Bayern und damit auch für die Juraleitung verantwortliche Übertragungsnetzbetreiber plant einen so genannten „Ersatzneubau“. Deshalb gehen an vielen Stellen entlang der 160 Kilometer (km) langen, bestehenden Stromleitung fast regelmäßig Menschen auf die Straße oder auf die Felder, um gegen die Pläne zu demonstrieren. Oder sie stellen so genannte „Trassenkreuze“ auf, wo die Leitung künftig verlaufen soll. Gerade rund um Altdorf sind jede Menge zu sehen.

Fakt ist: die Juraleitung, in Fachkreisen auch kurz „P53 neu“ genannt, steht seit 2015 unter der Nr. 41 im Bundesbedarfsplangesetz; den Neubau hat also der Bundestag mehrheitlich...

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die ausführliche Zusammenfassung der augenblicklichen Situation. Leider ist es oft so das gerade die “Kontragruppe” Stimmung macht. Verständlich wenn man unmittelbar betroffen ist. Das Handlungsbedarf besteht ist aus meiner Sicht unstrittig. Die Energiepolitik in Bayern ist recht planlos und leider oft opportunitisch (Aiwanger). Hier gilt aber auch das Primat der Wirtschaftlichkeit. Ich kann mir nicht vorstellen, das Tennet unbedingt neue Masten bauen will wenn dies technisch günstiger machbar wäre. Jeder individueller “Luxus” führt letztendlich zu höheren Preisen die auch keiner will.

    • Danke, dass Du den Beitrag gelesen hast – und danke für die Reaktion. Für mich als Autor erschließt sich nur nicht, wer genau die “Kontragruppe” ist.

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