Ein über Jahrzehnte schwelender Konflikt zwischen Israel und Palästina droht endgültig aufzuflammen und noch mehr Leid in die Region zu bringen. Die israelische Regierung waltet mit harter Hand. Sogar die USA und Europa zeigen sich öffentlich besorgt. Und trotz der zunehmenden Gewalt kämpft ein palästinensischer Arzt unbeirrt für den Frieden. Georg Escher hat sich mit Izzeldin Abuelaish unterhalten.
Es ist schwierig, im Konflikt zwischen Israel und Palästina noch Hoffnung zu erkennen. Mitglieder der neuen Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sind offen rassistisch. Seit ihrem Amtsantritt gab es Gewalt, Raketenangriffe, Dutzende Tote. Selbst die USA und europäische Regierungen, die sonst zurückhaltend sind mit Kritik an der israelischen Politik, zeigen sich besorgt. Wir sprachen darüber mit dem palästinensischen Arzt Izzeldin Abuelaish, der wiederholt in Nürnberg war und sich einen Namen gemacht hat als unerschütterlicher Vorkämpfer für eine friedliche Lösung.
Herr Abuelaish, haben Sie noch einen Funken Hoffnung angesichts der jüngsten Zuspitzung in der Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina?
Er wirbt unermüdlich für Frieden und Verständigung: Izzeldin Abuelaish. Foto: Daughters for Life Foundation
Izzeldin Abuelaish: Ich werde nie die Hoffnung verlieren. Ich weiß, dass die Situation immer schlimmer wird, aber die palästinensische Nation lebt noch immer und kann es kaum erwarten, endlich frei zu sein, in Frieden zu leben und unabhängig zu sein. Doch was passiert: das palästinensische Volk leidet. Das Hauptproblem, der Elefant im Raum, ist immer noch die Besatzung. Wie können wir die aktuelle Situation beseitigen, damit sowohl die Palästinenser frei als auch die Israelis frei von den politischen
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