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Infografik: Zement und Treibhausgase

Von: Anett Hentschel

Lesezeit: 3 Minuten

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Recycling-Beton im Volksbad #3 – Dort, wo im Volksbad neue Betonteile nötig sind, wird Recycling-Beton verwendet. Das hilft Rohstoffe zu sparen. Aber wie sieht es mit der CO2-Bilanz aus? Um mit dem recycelten Material neuen Beton herzustellen braucht es nämlich – immer noch – das Bindemittel Zement. 

Die Herstellung von Zement verursacht jede Menge klimaschädliche CO2-Emissionen und ist für bis zu acht Prozent aller Treibhausgase weltweit verantwortlich. Bei der Herstellung von Zementklinker werden Kalkstein und Ton vermahlen, getrocknet und anschließend bei etwa 1450 Grad im Ofen gebrannt. Die chemische Reaktion beim Brennen des Kalksteins verursacht den größten Teil der CO2-Emissionen, nämlich etwa zwei Drittel. Ein weiteres Drittel der Emissionen verursacht der Energieverbrauch beim Anheizen der Brennöfen. 

„Durch moderne, klinkerreduzierte Zemente wie dem neuartigen CEM II/C-M 42,5N können bis zu 35 Prozent CO2 eingespart werden“ sagt Harald Braun vom Solnhofer Betonwerk. Der Beton für das Volksbad wird mit diesem CO2-reduzierten Zement hergestellt. Das spart ungefähr 100 Tonnen CO2 gegenüber der Verwendung von traditionellem Zement. Also werden statt 300 Tonnen noch etwa 200 Tonnen CO2 ausgestoßen.

Für Architekt Jürgen Lehmeier ist der Baustoff Recycling-Beton eine Mogelpackung. Denn aus altem Beton kann nicht neuer Beton werden,...

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