Gegenwind für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Nürnberger Bannwald. Bei seinem Vor-Ort-Termin im Nürnberger Bannwald schauten auch zahlreiche Demonstrierende vorbei. Der Widerstand gegen das geplante ICE-Instandhaltungswerk im Nürnberger Bannwald ist ungebrochen groß. Reporterin Katharina Stöger verschafft Dir hiermit einen Überblick über die schwierige Standortsuche, die Demo und die Chancen.
Nürnberg will die Verkehrswende, ist Bahnknotenpunkt und ein wichtiges Industriezentrum – auf den ersten Blick ein idealer Standort für ein ICE-Instandhaltungswerk. Doch so richtig ideal verläuft die Standortsuche nicht: Gegner, wie Bürgerinitiativen und der Bund Naturschutz warnen vor den Folgen, wenn der Reichswald weichen müsste.
Werk im Wald oder möglicherweise auf Gift
“Wir kämpfen”, kündigt Verena Masopust, Sprecherin der Bürgerinitiative „Kein ICE-Werk bei Harrlach“ an. In ihren Augen ist das auch weiterhin nötig, denn die drei möglichen Standorte im Nürnberger Reichswald sind weiterhin nicht vom Tisch – obwohl dieser eigentlich europarechtlich als Bannwald geschützt. Bürgerinitiativen und der Bund Naturschutz sind aufgebracht. Sie sehen ihre eigene Lebensqualität und auch die Klimawandel-Standfestigkeit der gesamten Region in Gefahr. Dazu kannst du unsere Zusammenfassung unserer Veranstaltung „Nürnberg spricht über das geplante ICE-Werk“ vom 19. Mai 2022 lesen. Die Standorte Muna Nord, Muna Süd und Harrlach stehen aktuell (Stand: November 2022) zur Diskussion. DasMuna-Gelände zwei Kilometer westlich von Feucht, war ursprünglich ein Munitionslager im Zweiten Weltkrieg. Umgangssprachlich wird es als „Giftgas-Sarkophag“ genannt, weil keiner genau weiß, was dort genau lagert.
Verena
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