Die Wissenschaft in den USA steht unter nie dagewesenen Druck: Donald Trump bringt die Forschungsfreiheit in den Vereinigten Staaten zunehmend in Bedrängnis. Kommt es deshalb zu einer Abwanderung von US-Spitzenkräften nach Deutschland? Unser Reporter Julian Hörndlein hat bei Hochschulen in der Region nachgefragt, wie sie mit der Situation umgehen – und welche Chancen sich daraus ergeben könnten.
„Wir blicken mit Sorge auf die Situation“, sagt Uwe Mummert, Vizepräsident für Internationalisierung und Diversität an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Zehn Partnerhochschulen hat die TH in den USA, Uwe Mummert befürchtet, dass der Austausch leiden könnte. Trotz aller schlechten Nachrichten gibt er aber (noch) Entwarnung. „Wir spüren noch keine konkreten Auswirkungen“, so der Professor. Das liegt auch daran, dass Studierende, die sich im Sommer 2025 für ein Auslandssemester fertig machen, schon vor einem halben Jahr die Bewerbung gestellt haben. Hinzu komme, dass die TH als Hochschule für angewandte Wissenschaften aufgrund ihrer Praxisorientierung weniger intensive Forschungskooperationen mit US-amerikanischen Universitäten pflege. „Wir sind weniger betroffen als die Universitäten“, erläutert Uwe Mummert.
FAU-Präsident Joachim Hornegger. Foto: Anna Tiessen
Viel Zusammenarbeit an der FAU
Fragt man bei der größten Universität in der Region, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, an, dann bestätigt sich dieses Bild. „Wir sehen gerade, wie eng verflochten der Austausch mit der US-amerikanischen Wissenschaft überhaupt ist“, erklärt Heike Paul, Amerikanistikprofessorin an der FAU. Sie sehe, wie vor allem in den Bereichen Medizin und Technik viele Jahre an Arbeit hinfällig gemacht
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