Der Hauptmarkt glüht, die Altstadt speichert die Hitze bis in die Nacht. Die Stadverwaltung von Nürnberg weiß inzwischen genau, wo die Sommer besonders belastend sind. Doch wer auf schnelle Lösungen wie mehr Schatten hofft, muss sich weiter gedulden. Warum die Stadt auf einen langen Weg setzt und was sich seit unserer Recherche im vergangenen Jahr trotzdem verändert hat.
Wer die Tage über den Hauptmarkt läuft oder durch die Lorenzer Altstadt geht, fühlt sich wie in einem Backofen: Schatten ist rar, die Hitze staut sich zwischen den Häusern. Schon im vergangenen Sommer berichteten wir darüber, wie stark Nürnberg unter den zunehmenden Hitzewellen leidet. Damals hast Du und knapp 100 weitere Umfrage-Teilnehmer:innen vor allem mehr Schatten im öffentlichen Raum gefordert. Ein Jahr später haben wir nachgefragt: Was ist daraus geworden?
Die gute Nachricht: Die Stadt weiß sehr genau, wo die größten Hitze-Hotspots liegen. Laut der fortgeschriebenen Stadtklimaanalyse von 2024/25 (aktuelle Infos zu Klimaveränderungen) gehören dazu der Hauptmarkt, die Sebalder und Lorenzer Altstadt, Teile der Südstadt – insbesondere zwischen Hauptbahnhof und Wölckernstraße – sowie Bereiche der Oststadt. Entscheidend sei dabei nicht nur die starke Erwärmung versiegelter Flächen, sondern auch, ob sich dort viele Menschen aufhalten, so das Umweltreferat auf Nachfrage.
Keine kurzfristigen Lösungen in Sicht
Doch wer nun auf kurzfristige Lösungen hofft, wird enttäuscht. Einen großflächigen Einsatz von Sonnensegeln oder anderen temporären Verschattungssystemen wie Ihr in unserem Artikel „Nürnberg schwitzt, Teil 1: Das macht die Stadt zum Schutz vor Hitze“ gefordert habt, plant die Stadt derzeit nicht. Stattdessen
Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!
Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.
Wir sind unabhängig und werbefrei.
Du bist bereits Mitglied?
Hier anmelden.