Nürnberg schreibt rote Zahlen – doch daran ist die Stadt nicht alleine schuld

Veröffentlicht am 20. September 2024
Zuletzt aktualisiert am: 30. September 2024

Kämmerer Thorsten Brehm zeichnet in seinem Haushaltsentwurf 2025 ein düsteres Bild für die kommenden Jahre. Er fordert von Nürnbergs Stadtrat das Aufschieben von Projekten und die Einführung einer Bettensteuer.

Wer die Bibel um Rat fragen will, findet im ersten Buch Mose ein gutes Bild zur Beschreibung des Nürnberger Haushalts im Jahr 2025 und darüber hinaus: Die sieben fetten Jahre voller wohlgenährter Kühe und reifer Ähren – für Nürnberg in Form von niedrigen Zinsen, steigenden Gewerbesteuereinnahmen und ausreichend Personal – sind erst mal vorbei. Ende 2023 begann für die Stadt eine Zeit der mageren Jahre.

Ob es mindestens sieben Dürrejahre werden oder vielleicht nur fünf kann Nürnbergs Kämmerer Thorsten Brehm (SPD) jetzt noch nicht sagen. Doch er kündigte den Stadträt:innen an diesem Mittwoch (18. September 2024) in seinem Haushaltsentwurf für 2025 an, dass die Stadt mindestens bis 2028 jährlich um die Genehmigung des Haushalts durch die Regierung von Mittelfranken „ringen wird“.

Vor allem, wenn Verwaltung und Rat auf die Umsetzung aller geplanten Megaprojekte der Stadt in den nächsten Jahren bestehen. „Ich rufe Sie dazu auf, zu priorisieren“ – also Projekte aufzuschieben. „Und was demnächst sowieso nicht finanziert werden kann, muss auch nicht teuer geplant werden“, sagte Thorsten Brehm.

Nürnbergs Investitionsvolumen kennt seit 2016 nur einen Weg – nach oben. Grafik: Stadt Nürnberg

Im schlimmsten Fall drohen Zwangssparmaßnahmen

Thorsten Brehm (SPD) Foto: Stadt Nürnberg / Ludwig Olah

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