Woher kriegt die Stadt Nürnberg ihr Geld?

Veröffentlicht am 8. Oktober 2020
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

6,5 Millionen Euro, das ist die Summe, die die Stadt Nürnberg dieses Jahr für den Pandemieschutz ausgegeben hat – also für Desinfektionsmittel sowie Mund-Nasenschutz-Masken ihrer Mitarbeitenden in städtischen Gebäuden oder auch die Notunterbringung von obdachlosen Menschen. Wusstest Du das? Es ist nicht die einzige Summe, die keine Stadt oder Gemeinde dieser Welt vor der Corona-Pandemie so eingeplant hatte.

Klar, wie auch!? Aber sag mal: Woher hast Du die Zahlen? Und warum sollte mich das jetzt interessieren? Ein Dialog unserer Redakteurin Alexandra Haderlein mit DIR.

Seit der Sitzung des Stadtrates Ende September 2020 wird dort wieder um jeden Euro gefeilscht. Denn da hat der Kämmerer der Stadt Nürnberg, Harald Riedel (SPD), dem Stadtrat seinen Entwurf für den Haushaltsplan 2021 präsentiert. Ich habe ihn zuvor für Dich interviewt und möchte Dir nun davon erzählen.

Na, und? Politiker diskutieren oft und viel. Ich kapier das eh nicht – und will es vielleicht auch gar nicht.

Ich gebe zu „Kommunalpolitik“ klingt trocken, staubig und womöglich auch kompliziert. Aber ich finde nicht, dass „wurscht“ ist, „was die da machen“. Wer kontrolliert sie denn dann? Außerdem sind das Deine Vertreter auf politischer Ebene. Lokalblog-nuernberg.de sieht sich daher als kritischer Beobachter und Brückenbauer gleichermaßen. Wie? Indem wir Dir erklären, was im Nürnberger Rathaus passiert – so, dass man es wirklich verstehen kann.

Okay, Du kriegst einen Versuch. Einen!

Na, dann los. Zurück zur Stadtratssitzung, bei der der Kämmerer Harald Riedel etliche Zahlen präsentiert hatte.

Der Mann für die Finanzen der Stadt: Nürnbergs Kämmerer Harald Riedel. Er ist zugleich SPD-Mitglied. Foto: Ludwig Olah

Warum ausgerechnet der?

Niemand kennt die Konten einer Stadt besser als der Kämmerer. Sein Job ist es, jedes Jahr im Herbst vorzuschlagen, wie das Geld, das im kommenden Jahr zur Verfügung steht, am cleversten investiert

Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!

Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.

Wir sind unabhängig und werbefrei.

Empfohlene Artikel aus dem Schwerpunkt:
Nürnberg verstehen

  • 1

    Plakate überall – aber noch keine Wahl in Sicht

    Steht die Kommunalwahl etwa schon an? Überall Plakate in den vergangenen Wochen im Herbst 2025 – nicht von der Stadt, sondern von der Initiative „Bus und Bahn bezahlbar“. Besonders auffällig ist dabei, dass die Linke und die SPD, ihre Parteiköpfe prominent in Szene setzen. Doch inwiefern ist diese politische Werbung erlaubt? Nach einem Hinweis aus der Community, hat unser Reporter…

    28. Oktober 2025
  • 2
    Eine rote Säule bildmittig auf dem Festplatz, sowie ein Laternenmast und ein Hydrant. Dahinter fast über die ganze Bildbreite die Kongresshalle vor blauem Himmel.

    Zoff um Kongresshalle im Stadtrat: Hohe Betriebskosten sorgen für Wirbel

    7000 Quadratmeter, 27 Bandproberäume, 25 Ateliers, zwei Übungssäle für Tanz und Theater und mehrere öffentliche Veranstaltungsräume. Was klingt wie die Wunschliste jedes freien Künstlers, soll in Nürnberg tatsächlich im Rahmen der sogenannten Ermöglichungsräume in der Kongresshalle Realität werden. Ein neuer Bericht über die Betriebskosten sorgt im Stadtrat für Wirbel. Unser Reporter Marc Schmidt erklärt dir, worum es geht.

    10. Mai 2025
  • 3
    Eine Magnetschwebebahn auf der Teststrecke bei Neumarkt

    Eine Magnetschwebebahn für Nürnberg: So realistisch ist das Projekt

    Schweben statt Fahren – hat das Zukunft? Die Idee einer Magnetschwebebahn im Süden Nürnbergs sorgt für kontroverse Debatten in der Stadt. Unser Reporter Marc Schmidt hat sich angesehen, was die Vor- und Nachteile des Systems von Max Bögl sind und ob es ernsthaft mit der Verlängerung der Straßenbahn konkurrieren kann.

    28. März 2025

Die neuesten Artikel:

  • 1

    Technische Universität UTN: Wird Nürnberg endgültig zur Unistadt?

    Dass es den Stadtteil Lichtenreuth überhaupt gibt, ist vor allem einer Institution verdanken: der Technischen Universität Nürnberg (UTN), die derzeit auf dem Gelände entsteht. Als erste bayerische Universitätsgründung seit 1978 soll sie vor allem ein Leuchtturm für Künstliche Intelligenz sein. Was es mit dem Projekt auf sich hat, erklärt dir unser Wissenschafts-Redakteur Julian Hörndlein.

    5. Dezember 2025
  • 2
    Kommunalwahl 2026: Begrüßungsbild Mitmach-Aktion Fragen an die Lokalpolitiker:innen

    Große Mitmach-Aktion: Was genau möchtest Du von unseren Lokal-Politiker:innen wissen?

    Du hast Fragen an Nürnbergs Politiker:innen? Wir sorgen dafür, dass sie sie beantworten müssen. Sag uns jetzt, was Dich in Nürnberg wirklich bewegt, und wir legen Deine Frage den Spitzenkandidat:innen direkt vor – mach mit beim Rathausradar 2026 und reiche jetzt Deine Frage ein!

    28. November 2025
  • 3

    Lichtenreuth – Autoarmes Paradies mitten in Nürnberg?

    Wenig Autos, viele Radwege und ein groß angelegter Park für alle. Das sind die Versprechen des neuen Stadtteils Lichtenreuths. Doch was ist dran an diesem Wunschtraum und wo zeigen sich jetzt schon erste Schwächen? Unser Reporter Marc Schmidt hat sich das Mobilitätskonzept des neuen Stadtteils Lichtenreuth genauer angesehen.

    21. November 2025

Schreibe einen Kommentar zu "Woher kriegt die Stadt Nürnberg ihr Geld?"

Zum Kommentieren musst du angemeldet sein.