Hinter jedem Festival, Stadtfest oder Konzert steckt ein Sicherheitskonzept, meist macht man sich keine Gedanken darüber. Doch wie entsteht es eigentlich? Zwei aktuelle Ereignisse, ein mutmaßlicher sexueller Übergriff auf einem Nürnberger Open-Air-Festival und der Anschlag auf den Berliner CSD, geben Anlass, hinter die Kulissen zu blicken.
Zwei aktuelle Ereignisse werfen dieselbe Frage auf: Wie sicher sind Großveranstaltungen heute? Während zwei junge Frauen nach einem mutmaßlichen sexuellen Übergriff auf einem Nürnberger Open-Air-Festival nach eigenen Angaben keine ausreichende Hilfe erhielten, erschütterte ein Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) am 25. Juli 2026 die queere Community kurz vor dem CSD in Nürnberg. Die Risiken könnten unterschiedlicher kaum sein – und doch führen beide Fälle zur selben Frage: Wie müssen Sicherheitskonzepte heute aufgebaut sein, damit sie im Ernstfall funktionieren?
Sicherheit entsteht lange vor dem ersten Besucher
Was viele Besucherinnen und Besucher nicht sehen: Die Sicherheitsplanung beginnt Monate vor einer Veranstaltung. Nach Angaben des Nürnberger Veranstalters Werk B Events entsteht ein Sicherheitskonzept in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt und weiteren Behörden. Erfahrungen aus den Vorjahren fließen ebenso ein wie neue Risiken.
„Dabei geht es längst nicht nur um Terroranschläge“, meint Pressesprecher Markus Mende. Berücksichtigt werden unter anderem Hitze, Gewitter, Stromausfälle, medizinische Notfälle, körperliche Gewalt oder Probleme in der Infrastruktur. Für jedes denkbare Szenario werden Abläufe festgelegt: Wer informiert wen? Wer trifft Entscheidungen?
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