Ein Jahr „Superblocks“: Mit dem Verkehrsversuch hat die Stadt Nürnberg etwas gewagt. Nicht alle Anwohnenden waren begeistert, es gab Kritik und Streit. Am Runden Tisch haben sich Befürwortende und Kritisierende zusammengerauft und nun im Rathaus die Ergebnisse vorgestellt. Wo sie Konsens fanden, welchen Prüfauftrag sie an die Politik übergeben und wie es mit den Superblocks weitergeht
Das Konzept der Superblocks wurde in Barcelona entwickelt und steht für eine verkehrsberuhigte Stadtgestaltung. In Nürnberg Gostenhof sind während des einjährigen Verkehrsversuchs Teile von Austraße, Denisstraße und Volprechtstraße für Durchgangsverkehr und Parken gesperrt. Dort gibt es nun Bänke und Grün, mehr Raum für Begegnung und Platz für spielende Kinder. Menschen aus der Nachbarschaft kümmern sich ehrenamtlich um ihre Superblocks und haben sich dafür in der Initiative „Superblock Gostenhof“ zusammengetan. Sie gestalten, bauen, pflegen, reparieren, gießen und laden regelmäßig zum Austausch ein.
So kam es zum Verkehrsversuch
Den Prozess hin zu den Superblocks haben der Bürgerverein Gostenhof und das Bündnis „Nürnberg Autofrei“ angestoßen. Einen Vorgeschmack gab es 2023 in der für ein Wochenende gesperrten Volprechtstraße. Vom 15. bis 17. September fanden dort die „Superblock Infotage“ statt, unterstützt vom Umwelt- und Gesundheitsreferat.
Kurz darauf stellten die Stadtratsfraktionen von CSU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und die ÖDP einen gemeinsamen Antrag an die Verwaltung, einen Modellversuch zu prüfen. Die Verwaltung prüfte, entwickelte in Abstimmung mit dem Bürgerverein Gostenhof und Initiativen aus dem Stadtteil ein Konzept und stellten es im Februar 2025 vor. Zudem gab es inzwischen regelmäßig
Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!
Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.
Wir sind unabhängig und werbefrei.
Du bist bereits Mitglied?
Hier anmelden.