Während die Menschen in Nürnberg und der Region im Sommer unter der immer häufiger auftretenden Hitze ächzen, fühlen sich Parasiten in der Wärme pudelwohl. Zecken und Mücken breiten sich auch rund um Nürnberg immer weiter aus – mit ihnen steigt die Infektionsgefahr mit Krankheiten wie FSME oder dem Chikungunya-Virus. Relevanzreporter Julian Hörndlein hat sich umgehört, wie Nürnberg vorsorgt.
Ein Tag im August 2026: Der Wetterbericht kündigt 36 Grad Celsius im Laufe des Tages an, also muss es früh los gehen. Das Team des Forstbetriebs Nürnberg macht sich auf den Weg in den Reichswald, um das sensible Ökosystem zu pflegen. Natürlich setzt der Trupp auf jede Menge Sicherheitsmaßnahmen, vom Sonnenschutz bis zum Helm. Einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren steckt allerdings im Arm der Mitarbeitenden: Das Team ist durch die Bank gegen FSME geimpft. Die Abkürzung steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und ist eine Viruserkrankung, die zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen kann. Übertragen wird FSME durch Zecken, allen voran den „Gemeinen Holzbock“. „Die FSME-Gefahr ist real“, sagt Sebastian Linstädt vom Forstrevier Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Das betrifft unter anderem all diejenigen, die beruflich in der Natur unterwegs sind. Die Bayerischen Staatsforsten sensibilisieren ihre Mitarbeitenden regelmäßig für die Infektionsgefahren, die Impfung wird in Risikogebieten – zu denen ganz Süddeutschland zählt – von den Krankenkassen übernommen. Für die Mitarbeitenden im Forst ist das Thema Zecken- und FSME-Schutz in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Denn während es früher vor allem ein Problem der Sommermonate war, ist man inzwischen auch im Winter nicht zwingend vor Zecken sicher – vor allem
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