Am Sonntag, 28. Juni, entscheidet die Nürnberger Bevölkerung: Soll der Ausbau des Frankenschnellwegs wie geplant fortgesetzt werden oder gestoppt und neu gedacht werden? Alexandra Haderlein erklärt, wie es je nach Ausgang nach der Abstimmung weitergeht.
Was auf jeden Fall passieren wird
Unabhängig vom Ergebnis steht fest: Der Frankenschnellweg ist rund 40 Jahre alt und muss saniert werden. Marode Fahrbahn, veraltetes Entwässerungssystem, lärmgeplagte Anwohnende und sanierungsbedürftige Brücken. Hier ruft die bautechnische Pflicht und die Stadt Nürnberg hat dafür bereits Baurecht. Letzteres ist auch Grundlage für den Ausbau in zwei Abschnitten durch den zuständigen Servicebetrieb Öffentlicher Raum (kurz: SÖR).
Was „Abschnitt West“ und „Abschnitt Mitte“ bedeuten
Der „Abschnitt West“ ist das rund 2,2 Kilometer lange Stück zwischen der Stadtgrenze Nürnberg-Fürth bei Doos und der Jansenbrücke. Oberstes Ziel: der Lärmschutz. Die Grenzwerte werden dort laut Stadtverwaltung aktuell um zwölf Dezibel überschritten. Geplant ist deshalb eine acht Meter hohe, nach innen gewölbte Lärmschutzwand, die auch andere Emissionen abschirmt. In Fahrtrichtung Fürth bleibt die Trasse zweispurig. Aus Fürth kommend sollen die bestehenden Einfädelspuren über die Standspur miteinander verbunden werden. Die Straße wird also breiter und damit für den Verkehr sicherer, so die Planer.
Der zweite Abschnitt ist der „Abschnitt Mitte“. Dessen Herzstück ist ein vierspuriger Tunnel, der kurz vor der Rothenburger Straße abtaucht und die neuralgischen Kreuzungen an Rothenburger/ Schwabacher
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