Karte zun den Ergebnissen Bürgerentscheid Frankenschnellweg: Die blauen Randbezirke sind für den Ausbau, die pinken Stadtteile votierten gegen den Ausbau.
Grafik: Stadt Nürnberg

Frankenschnellweg: So haben die Bezirke abgestimmt

Veröffentlicht am 30. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am: 30. Juni 2026

NÜRNBERG – Die Planungen für den Ausbau des Frankenschnellwegs gehen weiter: Die Befürworter:innen gewannen den Bürgerentscheid am Sonntag mit 53,0 Prozent. Die Gegner:innen kamen auf 47,0 Prozent. Doch wie haben die einzelnen Stimmbezirke entschieden – und was lässt sich daraus folgern? Eine Analyse von Kevin Kienle, Herausgeber unseres neuen Medienpartners „The Nuremberg Times“.

Die Auswertung der 52 ausgezählten Stadtbezirke ergibt ein historisch seltenes Bild: Exakt 26 Bezirke stimmten mehrheitlich für den Baustopp (Ja), 26 mehrheitlich dagegen (Nein). Das Gesamtergebnis wurde vor allem in den bevölkerungsreichen Randbezirken entschieden. Dort gab es deutlich mehr Nein-Stimmen als in den übrigen Stadtteilen.

Anrainer sind für Planungs-Stopp

Das geografische Muster ist dabei eindeutig: Die stärksten Ja-Mehrheiten fanden sich in den innenstadtnahen, dicht besiedelten Stadtteilen. Tafelhof/Gostenhof erzielte mit 72,4 Prozent Ja-Anteil das stärkste Baustopp-Votum der gesamten Stadt, gefolgt von Bärenschanze (67,5 %) und Himpfelshof (66,4 %). Auch Altstadt/St. Sebald (63,2 %), Pirckheimerstraße (62,2 %) und Galgenhof (61,7 %) gehören zu den Bezirken mit klarer Ja-Mehrheit — Quartiere, die an der Trasse liegen oder deren Bewohner:innen die Straße täglich als Lärmquelle erleben.

Randbezirke wollen den Ausbau

Das Bild dreht sich im äußeren Stadtgebiet. Die stärksten Nein-Anteile kamen aus den Randlagen: Kraftshof/Neunhof/Boxdorf/Großgründlach (71,4 % Nein), Kornburg/Worzeldorf (69,1 %) und Fischbach/Brunn (68,4 %). Diese Bezirke sind stärker auf das Auto angewiesen und profitieren in der Logik des Projekts von einer schnelleren Durchfahrt durch die Stadt.

Kornburg/ Worzeldorf am stärksten für

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  • Alexandra Haderlein
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