Der Ausbau des Frankenschnellwegs – eine unendliche Geschichte

Veröffentlicht am 16. Mai 2025
Zuletzt aktualisiert am: 4. Juni 2025

Seit Jahrzehnten wird in Nürnberg über den kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs diskutiert. Die geplante Baumaßnahme reduziere Staus, sagen deren Befürworter:innen. Die Gegner:innen argumentieren hingegen, dass man dadurch noch mehr Schwerlastverkehr in die Stadt ziehe. Reporter Philipp Demling zeichnet die Stationen des Rechtsstreits nach und schaut nach vorne.

Wie geht es weiter mit dem Frankenschnellweg (FSW)? Ende März 2025 hatte das Bundesverwaltungsgericht eine Klage des Bund Naturschutz (BN) gegen den kreuzungsfreien Ausbau des FSW abgewiesen – das heißt: Stand Mai 2025 kann das seit vielen Jahren geplante Bauprojekt umgesetzt werden.

Nach der Urteilsverkündung sagte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) laut einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg: „Justitia hat uns erneut recht gegeben – der Planfeststellungsbeschluss ist endlich rechtsgültig. Die Menschen erwarten jetzt von uns, dass wir dieses Projekt realisieren.“ Am 9. April 2025 hat der Nürnberger Stadtrat beschlossen, dass der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) den Bauabschnitt West des Frankenschnellwegs (FSW) so schnell wie möglich ausschreiben und umsetzen soll.

Welche Schritte hat das Projekt hinter sich?

Seit Jahrzehnten gilt der FSW, also der Teilabschnitt der Autobahn 73 in den Nürnberger Stadtteilen Muggenhof, Leyh, Gaismannshof, Sündersbühl, Bärenschanze, St. Leonhard, Gostenhof und Steinbühl als Stauschwerpunkt. Schon im Jahr 1987 reichte die CSU einen ersten Antrag zum Umbau der Stadtautobahn ein. Ziel des Bauprojekts ist es, die besonders stauträchtigen Kreuzungen des FSW zu entschärfen, mit zusätzlichen Fahrspuren für flüssigeren Verkehr zu sorgen und dort, wo es nötig ist, den in die Jahre

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