Der Frankenschnellweg beschäftigt Nürnberg seit fast 40 Jahren. Gerichte, Stadtratsregierung und Freistaat haben sich längst positioniert. Trotzdem entscheiden jetzt die Bürger:innen über die Zukunft des Projekts. Eine Chronologie des Streits und ein Überblick über die wichtigsten Befürworter:innen und Gegner:innen.
Kaum ein Nürnberger Verkehrsprojekt sorgt seit so vielen Jahren für Streit wie der Frankenschnellweg. Befürworter:innen sehen im Ausbau eine Lösung für Staus, Lärm und Abgase. Gegner:innen halten das Vorhaben für ein überholtes Milliardenprojekt, das noch mehr Verkehr in die Stadt locken könnte. Mit dem Bürgerentscheid am 28. Juni 2026 bestimmen nun erstmals die Nürnbergerinnen und Nürnberger selbst über die Zukunft des Ausbaus.
Wie kam es zum Bürgerentscheid?
Der Frankenschnellweg gilt seit Jahrzehnten als einer der größten Stauschwerpunkte Nürnbergs. Bereits 1987 brachte die CSU einen ersten Antrag für einen kreuzungsfreien Ausbau der Stadtautobahn ein. Ziel war es, den Verkehr an den besonders belasteten Kreuzungen flüssiger zu machen.
2013 erließ die Regierung von Mittelfranken den Planfeststellungsbeschluss für das Projekt. Es folgte eine jahrelange Reihe von Klagen durch den Bund Naturschutz, den Verkehrsclub Deutschland und weitere Gegner:innen des Vorhabens. Die Gerichte wiesen die Klagen jedoch nach und nach zurück. Im Frühjahr 2025 bestätigte schließlich auch das Bundesverwaltungsgericht die bisherigen Urteile.
Daraufhin beschloss der Nürnberger Stadtrat am 9. April 2025, den ersten Bauabschnitt möglichst schnell auszuschreiben und umzusetzen.
Doch der Widerstand blieb bestehen. Im Herbst 2025 startete die Initiative
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