Wenn mehr Frauen an Friedensverhandlungen beteiligt sind, ist der Frieden stabiler

Veröffentlicht am 11. März 2023
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

Außenministerin Annalena Baerbock ist dabei, mitten in krisenhaften Zeiten die Politik ihres Hauses neu auszurichten. Anfang März stellte sie ihre Leitlinien für eine feministische Außenpolitik vor, gemeinsam mit Entwicklungsministerin Svenja Schulze. Umgehend reagierte CDU-Chef Friedrich Merz mit Spott. „Sie können von mir aus feministische Außenpolitik, feministische Entwicklungshilfepolitik machen, aber nicht mit diesem Etat für die Bundeswehr“, schoss er in einer Bundestagsdebatte in Richtung der Ministerin. Wir sprachen über das Konzept mit der gebürtigen Fränkin Kristina Lunz, einer der Vordenkerinnen feministischer Außenpolitik. Sie stellt selbstbewusst fest, dass es die männlich dominierte Politik sei, die die Welt in den derzeitig krisenhaften…

Frau Lunz, Anfang März hat Außenministerin Annalena Baerbock ihre Leitlinien für eine feministische Außenpolitik vorgestellt, gemeinsam mit Entwicklungsministerin Svenja Schulze. Mit Blick auf den von Russland entfachten Krieg gegen die Ukraine: Kann feministische Außenpolitik da etwas verändern?

CFFP-Mitgünderin Kristina Lunz bei einer Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz
CFFP-Mitgünderin Kristina Lunz bei einer Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz. Lunz gilt in Deutschland als eine der wichtigsten Vordenkerinnen des Konzepts einer feministischen Außenpolitik. Sie ist Mitgründerin des in London und Berlin ansässigen Centre for Feminist Foreign Policy (CFFP) und hat bereits unter dem damaligen Minister Heilo Maas das Auswärtige Amt beraten. Lunz (Jahrgang 1989) ist gebürtige Fränkin und stammt aus Heiligenstadt bei Bamberg. Sie studierte Public Policy am University College London und Global Governance and Diplomacy an der University of Oxford. Später war sie unter anderem für die Menschenrechtsorganisation Sisma Mujer in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá tätig sowie im Gender and Coordination Office des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen in Myanmar und New York. Foto: Simone Betz

Kristina Lunz: Feministische Außenpolitik setzt sich aus zwei wichtigen Komponenten zusammen. Da ist einmal die kurzfristige feministische Intervention, um akutes Leid und Gewalt zu verhindern. Und dann

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  • Georg Escher
    Autor:in Kolumnist für Außenpolitik & RR-Ausbildungsbetreuer

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