Frankenschnellweg (A73) Höhe Schwabacher Straße in Blickrichtung Südosten zur roten Bogenbrücke über den FSW beziehungsweise Südwesttangente.
Thomas Geiger

Faktencheck Frankenschnellweg: Führt der Ausbau zu mehr Verkehr?

Veröffentlicht am 18. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am: 18. Juni 2026

Der Frankenschnellweg steht. Jeden Tag. Vor allem rund um die Schwabacher Straße verlieren Autofahrer:innen im Feierabendverkehr Zeit im Stau. Die Stadt verspricht mit dem Ausbau einen besseren Verkehrsfluss. Kritiker:innen halten dagegen: Wer Straßen ausbaut, bekommt am Ende noch mehr Verkehr. Was steckt hinter diesem Argument und was sagen die Daten zum Nürnberger Fall?

Am 28. Juni stimmen die Nürnbergerinnen und Nürnberger über den Frankenschnellweg ab. Einer der zentralen Streitpunkte: Führt der kreuzungsfreie Ausbau zu weniger Stau oder zieht er zusätzlichen Verkehr an?

Die Stadt Nürnberg verspricht vor allem einen besseren Verkehrsfluss. Das Bündnis „Zurück auf Los“ warnt dagegen, der Ausbau könne mehr Verkehr nach Nürnberg locken. Wer hat recht?

Die Behauptung

Die Gegner des Ausbaus argumentieren, dass zusätzliche Fahrspuren und der geplante Tunnel mehr Durchgangs- und Lkw-Verkehr nach Nürnberg ziehen würden. Die Stadt hält dagegen, dass der Verkehr künftig flüssiger läuft und wichtige Kreuzungen entlastet werden.

Was sagen die Gegner?

Das Bündnis „Zurück auf Los“ verweist auf das Phänomen des sogenannten induzierten Verkehrs. Gemeint ist, dass neue oder leistungsfähigere Straßen zusätzlichen Verkehr erzeugen können, weil Autofahren attraktiver und schneller wird.

Auf seiner Internetseite schreibt das Bündnis: „Noch mehr Fahrspuren und der Tunnel würden mehr Durchgangs- und Lkw-Verkehr nach Nürnberg locken.“

Was sagt die Wissenschaft?

Dass es induzierten Verkehr grundsätzlich gibt, gilt in der Verkehrswissenschaft als anerkannt. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags verweist darauf, dass Verkehrsprognosen bei Straßenbauprojekten neben Verkehrsverlagerungen

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