Am 28. Juni stimmen die Nürnbergerinnen und Nürnberger über den Frankenschnellweg ab. Einer der zentralen Streitpunkte: Führt der kreuzungsfreie Ausbau zu weniger Stau oder zieht er zusätzlichen Verkehr an?
Die Stadt Nürnberg verspricht vor allem einen besseren Verkehrsfluss. Das Bündnis „Zurück auf Los“ warnt dagegen, der Ausbau könne mehr Verkehr nach Nürnberg locken. Wer hat recht?
Die Behauptung
Die Gegner des Ausbaus argumentieren, dass zusätzliche Fahrspuren und der geplante Tunnel mehr Durchgangs- und Lkw-Verkehr nach Nürnberg ziehen würden. Die Stadt hält dagegen, dass der Verkehr künftig flüssiger läuft und wichtige Kreuzungen entlastet werden.
Was sagen die Gegner?
Das Bündnis „Zurück auf Los“ verweist auf das Phänomen des sogenannten induzierten Verkehrs. Gemeint ist, dass neue oder leistungsfähigere Straßen zusätzlichen Verkehr erzeugen können, weil Autofahren attraktiver und schneller wird.
Auf seiner Internetseite schreibt das Bündnis: „Noch mehr Fahrspuren und der Tunnel würden mehr Durchgangs- und Lkw-Verkehr nach Nürnberg locken.“
Was sagt die Wissenschaft?
Dass es induzierten Verkehr grundsätzlich gibt, gilt in der Verkehrswissenschaft als anerkannt. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags verweist darauf, dass Verkehrsprognosen bei Straßenbauprojekten neben Verkehrsverlagerungen
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