Egal, ob am Flughafen, in der Pflege, am Bau oder im Friseursalon: Im Jahr 2022 klagen nahezu alle Branchen über enormen Personalmangel. Viele Stellen sind unbesetzt. Doch wo sind die Arbeitnehmer hin? Klar wird: Der Fachkräftemangel beginnt bereits in der Berufsschule. Welche sieben Maßnahmen dem Mangel zukünfig abwenden können, verrät Dir unsere Reporterin Stefanie Unbehauen.
Hotelbesitzer Christian Fuhrmann hat für das Lehrjahr 2022 drei neue Ausbildungsstellen ausgeschrieben. Eine Woche vor Ausbildungsbeginn hat er immer noch keinen einzigen Azubi gefunden. Seit 13 Jahren betreibt er das Hotel und Restaurant „Schwarzer Bock“ im Herzen Ansbachs gemeinsam mit seiner Frau Meike Appel-Fuhrmann.
Christian Fuhrmann und seine Frau Meike Appel-Fuhrmann finden keine Azubis – ein großes Problem in der GastronomieFoto:Christian Fuhrmann
Aktuell hat Fuhrmann nur einen einzigen Azubi: Abdul Saferaz, der sich nun im zweiten Lehrjahr befindet. „Er kam vor vier Jahren von Afghanistan nach Deutschland. Zunächst hat er sich bei der bfz (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft) zum Hauswirtschafter ausbilden lassen. Nun macht er bei uns eine Ausbildung zum Hotelfachmann.“
Personalnot zieht sich durch alle Branchen
Fuhrmann ist nicht alleine mit seinem Problem. Eine Erhebung des KfW-Ifo-Fachkräftebarometers zeigt: Im letzten Quartal des Jahres 2021 stand fast die Hälfte aller deutschen Gastronomiebetriebe durch den Fachkräftemangel vor enormen Schwierigkeiten. Die Folgen: Zwangsweise mehr Ruhetage beim gleichzeitigen Belegen weniger Tische. Fuhrmann plant bereits, viele Abläufe zu digitalisieren und erwägt ungewöhnliche Alternativen: „Wenn es so weiter geht, werde ich auf Service-Roboter
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