Quelle-Areal: Von der Industriebrache zum hippen Stadtquartier?

Veröffentlicht am 8. März 2024
Zuletzt aktualisiert am: 5. Juni 2024

Rund 250.000 Quadratmeter Nutzfläche umfasst das ehemalige Quelle-Gelände in Nürnberg. Eine riesige Immobilie, die seit 2009 weitgehend ungenutzt ist. Warum ziehen sich die Arbeiten an dem ehemaligen Versandhaus so lange hin? Was wünschen sich die Anwohner? Und welche Chancen bietet das Areal? Redakteur Philipp Demling gibt Antworten auf diese Fragen.

Das Quelle-Areal im Westen Nürnbergs ist die zweitgrößte leerstehende Gewerbeimmobilie Deutschlands. Nur die Fläche des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof ist noch größer. 10,9 Hektar umfasst das einstige Firmengelände des Versandhauses im Stadtteil Eberhardshof – das sind mehr als 15 Fußballfelder. Die Nutzfläche umfasst etwa 250.000 Quadratmeter.

Das Quelle-Areal: Eine Immobilie mit Geschichte

Die riesige, größtenteils denkmalgeschützte Immobilie steht für mehrere Jahrzehnte fränkischer und deutscher Wirtschaftsgeschichte: 1927 gründete Gustav Schickedanz in Fürth das Versandhaus Quelle. Zwischen 1953 und 1969 war das Quelle-Versandhaus nach dem Entwurf des Architekten und Bauhaus-Schülers Ernst Neufert in fünf Bauabschnitten errichtet worden. In den 1960er Jahren – die mageren Nachkriegsjahre waren vorbei, es herrschte wirtschaftlicher Boom, die Konsumfreude wuchs – verschickte Quelle Millionen Exemplare seiner Kataloge in die bundesdeutschen Haushalte. Man blätterte sie durch und bestellte, was einem gefiel: Kleidung, Haushaltsgeräte, Spielwaren und vieles mehr.

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  • Philipp Demling
    Autor:in Redakteur für Gesellschaft und Mobilität, Podcaster

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