Trotz schwankender Besucherzahlen und wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt die Bedeutung des traditionsreichen Marktes ungebrochen. Wie sich Budenbetreiber anpassen und warum der Nürnberger Christkindlesmarkt auch in Zukunft Bestand haben wird, das erklärt Dir unsere Reporterin Lea Maria Kiehlmeier.
Der Christkindlesmarkt im Jahr 1948 mit Blick auf die Frauenkirche. Bildnachweis: Stadtarchiv Nürnberg A 39/I Nr. 182-d
„Ich erinnere mich ganz genau, 1948, an die kleinen, kümmerlichen Buden in bescheidenem Kerzenlicht und an das, was ich neugierig suchte. Aber nur Schnürsenkel, Blechtöpfe, Nudelhölzer, einfache Essbestecke, Wollstrümpfe und Socken, Unterwäsche, Hausschuhe und weitere notwendig gewordene Gebrauchsgegenstände lagen da. Ein wenig Süßigkeiten fand ich zwar, Haeberlein-Metzger Schokoladen-Lebkuchen.“ Die Worte der Zeitzeugin Hildegard Krauss, zitiert aus den Erinnerungen an den Nürnberger Christkindlesmarkt 1948 vom Deutschen Evangelischen Frauenbund, vermitteln einen eindrucksvollen Einblick in den ersten Christkindlesmarkt nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Markt war ein Symbol der Hoffnung und des Wiederaufbaus, während die Menschen noch mit den Folgen des Krieges zu kämpfen hatten.
Hildegard Krauss, damals 12 Jahre alt, erinnert sich an die Stille, die sich unter den spärlichen Besuchern ausbreitete, die neugierig schauten und sorgfältig überlegten, was sie sich noch von ihrem knappen Geld nach der kürzlichen Währungsreform leisten konnten. Die Atmosphäre war geprägt von der beginnenden Dunkelheit.
Was für ein Kontrast dazu das Jahr 2016: Das Amt Nürnberger Märkte vermeldet einen Besucherrekord,
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