Rütteln für Geothermie: Vier dieser Spezialfahrzeuge rütteln dieser Tage im Auftrag der Uni Erlangen Nordbayerns Untergrund durch.
Heinz Wraneschitz

Vibrieren für nachhaltige Wärme

Veröffentlicht am 29. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert am: 29. Mai 2026

Der Wunsch nach Erdwärme in Nürnberg hat einen wichtigen Grund: Die aktuelle Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Mit Hilfe von Geothermie könnte die N-ergie mindestens 50 Jahre lang einen erheblichen Teil der Fernwärme bereitstellen. Dabei geht es um Wärme aus tieferen Bodenschichten. Darüber berichtet Heinz Wraneschitz.

Vor gut einem Jahr zog ein Spezialflugzeug in etwa 300 Metern Höhe nicht seine Kreise, sondern seine Linien über Nürnberg. Auftraggeber war der Stadtwerkekonzern N-ergie:
Der wollte erfahren, ob – und wenn ja wo – sich im Stadtgebiet grundsätzlich „die Nutzung in Aussicht stellen“, sich also die Suche nach Erdwärmequellen lohnen könnte. Und weil diese Suche einige positive Ergebnisse gezeitigt hat, wird in ein paar Wochen der nächste Suchschritt folgen: „Sogenannte 2D-Seismik-Messungen sollen den Untergrund in und um Nürnberg noch genauer unter die Lupe nehmen“, heißt es vom Versorger.

Nachhaltige Wärme aus der Tiefe

Der Wunsch nach Erdwärme hat jedoch einen wichtigen Grund: „Das Problem der kommunalen Wärmeplanung: die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.“ Mithilfe von Geothermie, die an 3.000 Stunden im Jahr etwa 20 Megawatt Erdwärme liefern soll, könne die N-ergie mindestens 50 Jahre lang einen erheblichen Teil der Fernwärme so bereitstellen. Denn der Plan ist, deren Liefermengen bis 2040 zu verdoppeln, und zwar komplett mit „Grüner“ Energie, wie Dominik Maier von der N-ergie verdeutlicht.

Geothermie-Franken-Projektleiter Dominik Maier, N-ergie AG
Foto: Heinz Wraneschitz

Dabei geht es um Wärme aus tieferen Bodenschichten. „Pro 100 Meter (m) Richtung Erdkern steigt die Temperatur um 3° Celsius. Mit Seismik

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