Schon wieder Energiewende! Es ist noch nicht mal 20.000 Jahre her, dass die Menschen ihre Energieversorgung grundlegend umstellten. Damals wurden sie von wandernden Jäger:innen, die mitnahmen was sie kriegen konnten, zu sesshaften Produzent:innen mit Ackerland und Tierbestand. Diese Wende war sehr umstritten – hat sich dennoch bewährt. Nun steht die Menschheit vor einer ähnlichen Umwälzung: Kann das klappen? Unser Reporter Peter Romir liefert eine Antwort.
Weg von der umweltschädlichen Energieerzeugung. Weg von ungerechter Verteilung. Hin zu nachhaltigen Techniken. Hin zu einer regionalen Produktion. Hin zu einer Orientierung am Gemeinwohl.
Eine Revolution braucht Geduld. Seit genau 500 Tagen sitzen Markus Feuerlein und seine Mitstreiter:innen im Klima Camp unweit des Nürnberger Rathauses auf dem Sebalder Platz. Sie diskutieren mit Passant:innen darüber, ob der Klimawandel wirklich so schlimm ist.
Markus Feuerlein und seine Mitstreiter im Klimacamp auf dem Sebalder Platz neben dem Historischen Rathaus in Nürnberg harren bei Wind und Wetter – und auch Minusgraden aus, um auf die Klimakrise hinzuweisen und ihren Forderungen so Nachdruck zu verleihen. – Foto: Peter Romir
„Anderthalb Jahre, in denen wir zahlreiche gute Gespräche geführt und viel Zuspruch erfahren haben – aber auch sehr oft beschimpft und bespuckt wurden“, erzählt Feuerlein. „Viele Menschen haben Angst, dass wir ihnen etwas ‚wegnehmen‘ wollen. Aber das Gegenteil ist der Fall: Wir wollen ihnen neue Perspektiven schenken.“
Die Klimaaktivist:innen kritisieren nicht die einzelnen Menschen, sondern das System: „Wir haben unsere Gesellschaft auf Konkurrenz aufgebaut. Für jedes Bedürfnis haben wir hundert Firmen, die um die Wette Produkte produzieren. Das erzeugt unnötigen Energiehunger und Ressourcenverschwendung.“
Flucht
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Während die Menschen in Nürnberg und der Region im Sommer unter der immer häufiger auftretenden Hitze ächzen, fühlen sich Parasiten in der Wärme pudelwohl. Zecken und Mücken breiten sich auch rund um Nürnberg immer weiter aus – mit ihnen steigt die Infektionsgefahr mit Krankheiten wie FSME oder dem Chikungunya-Virus. Relevanzreporter Julian Hörndlein hat sich umgehört, wie Nürnberg vorsorgt.
NÜRNBERG-INNENSTADT – Die große Hitze legt Nürnbergs Straßenbahnverkehr lahm. Das hat gleich mehrere technische Gründe. Entscheidend sind vor allem zwei Effekte. Ein Erklärstück von Alexandra Haderlein.
30. Juni 2026
3 Min.
Mobilität & Infrastruktur, Energie & Klima, Nürnberg verstehen
Der Hauptmarkt glüht, die Altstadt speichert die Hitze bis in die Nacht. Die Stadverwaltung von Nürnberg weiß inzwischen genau, wo die Sommer besonders belastend sind. Doch wer auf schnelle Lösungen wie mehr Schatten hofft, muss sich weiter gedulden. Warum die Stadt auf einen langen Weg setzt und was sich seit unserer Recherche im vergangenen Jahr trotzdem verändert hat.
Der Fachkräftemangel verschärft sich weiter. Während die Babyboomer nach und nach in den Ruhestand gehen, wächst die Lücke auf dem Arbeitsmarkt. Wie eine Nürnberger Physiotherapiepraxis dieser Entwicklung begegnet, zeigt Relevanzreporterin Verena Apeck.
NÜRNBERG-ALTSTADT – Als der Stadtrat vor den Sommerferien über den Vorschlag der Piraten/ Humanisten beratschlagte, ob Sitzungen künftig live übertragen werden sollten, kam von der Verwaltung eine überraschende Antwort: Aufgrund der Kosten und Technik sei es aktuell nicht möglich. Jedoch denkbar, wenn man den Sitzungssaal ohnehin sanieren werde. Mehrere Stadträtinnen und Stadträte erfuhren von diesem Vorhaben erstmals in dem Antwortschreiben. Wir haben…
100 Millionen Euro muss Nürnberg sparen. Ein enormer Betrag für eine Kommune. Erste Folgen wie der abgesagte Tag der offenen Tür oder das gestrichene Rathaus-Clubbing sind bereits schon sichtbar. Unser Reporter Marc Schmidt hat sich genauer angeschaut, wohin Nürnbergs Geld fließt, wo überhaupt gespart werden kann und warum trotz der angespannten Lage noch nicht alles verloren ist.
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