Wegen der schwächelnden Automobilindustrie sucht die Bundesrepublik nach der nächsten großen Zukunftsindustrie. In Nürnberg zeigen die Energieregion, der Energiecampus und der Nkubator seit vielen Jahren, welche Rolle die Energiewirtschaft dabei spielen könnte. Julian Hörndlein hat sich hinter die Kulissen eines zukunftsträchtigen Innovationsökosystems begeben.
Als Robert Schmidt Anfang der 2000er-Jahre zum Gründungsvater der Energieregion Nürnberg wurde, da war die Lage nicht viel anders als im Jahr 2026. „Der Strukturwandel war spürbar“, sagt der ehemalige Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Innovation/Umwelt. Die Gesellschaft diskutierte damals wie heute darüber, wie sich die Region entwickeln sollte. „Energie und Umwelt zählten zu den Zukunftsfeldern“, sagt er. Ein Vierteljahrhundert später gilt das mehr denn je – die Parallelen zwischen der Jahrtausendwende und heute sind aber noch offenkundiger: Während sich seit 2021 die Technische Universität Nürnberg im Aufbau befindet, war 1996 die Hochschule Ansbach gegründet worden. Was heute die Hightech-Agenda der Bundesregierung ist, hieß damals Hightech-Offensive und ging von der bayerischen Staatsregierung aus. Da stellt sich die Frage: Ist die positive Entwicklung vor einem Vierteljahrhundert ein gutes Omen für die krisengebeutelte und unsichere Zeit der 2020er-Jahre?
Innovationen für den Markt
Mit der 2001 gegründeten Energieregion Nürnberg ist eine vergleichsweise einzigartige Netzwerkplattform für Energietechnik, Klimaschutz und Nachhaltigkeit entstanden, die eben jenes „Innovationsökosystem“ stärken soll. Dort arbeiten Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen zusammen, um Innovationen möglichst schnell
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