Ohm-Forscher Fabian Sturm mit VR-Brille in der Ohm Innovation Factory
Julian Hörndlein

Warum die Zukunft der Nürnberger Wirtschaft in der Energiebranche liegen könnte

Veröffentlicht am 12. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert am: 12. Juni 2026

Wegen der schwächelnden Automobilindustrie sucht die Bundesrepublik nach der nächsten großen Zukunftsindustrie. In Nürnberg zeigen die Energieregion, der Energiecampus und der Nkubator seit vielen Jahren, welche Rolle die Energiewirtschaft dabei spielen könnte. Julian Hörndlein hat sich hinter die Kulissen eines zukunftsträchtigen Innovationsökosystems begeben.

Als Robert Schmidt Anfang der 2000er-Jahre zum Gründungsvater der Energieregion Nürnberg wurde, da war die Lage nicht viel anders als im Jahr 2026. „Der Strukturwandel war spürbar“, sagt der ehemalige Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Innovation/Umwelt. Die Gesellschaft diskutierte damals wie heute darüber, wie sich die Region entwickeln sollte. „Energie und Umwelt zählten zu den Zukunftsfeldern“, sagt er. Ein Vierteljahrhundert später gilt das mehr denn je – die Parallelen zwischen der Jahrtausendwende und heute sind aber noch offenkundiger: Während sich seit 2021 die Technische Universität Nürnberg im Aufbau befindet, war 1996 die Hochschule Ansbach gegründet worden. Was heute die Hightech-Agenda der Bundesregierung ist, hieß damals Hightech-Offensive und ging von der bayerischen Staatsregierung aus. Da stellt sich die Frage: Ist die positive Entwicklung vor einem Vierteljahrhundert ein gutes Omen für die krisengebeutelte und unsichere Zeit der 2020er-Jahre?

Innovationen für den Markt

Mit der 2001 gegründeten Energieregion Nürnberg ist eine vergleichsweise einzigartige Netzwerkplattform für Energietechnik, Klimaschutz und Nachhaltigkeit entstanden, die eben jenes „Innovationsökosystem“ stärken soll. Dort arbeiten Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen zusammen, um Innovationen möglichst schnell

Direkt weiterlesen?
Erstelle Dir jetzt Deinen Zugang!

Hinter Relevanzreporter steht kein Medienkonzern oder Investor. Das gemeinnützige Magazin wird von, für und mit seinen Mitgliedern ermöglicht.

Wir sind unabhängig und werbefrei.

  • Julian Hörndlein
    Autor:in Reporter für Technik, Innovation und Forschung sowie Podcaster

Empfohlene Artikel aus dem Schwerpunkt:
Innovation & Forschung

  • 1

    Zeitenwende in Nürnberg – So profitiert die Region vom Rüstungsboom

    Die Rüstungsindustrie hatte schon immer einen eher zweifelhaften Ruf und wurde in der Verganenheit von vielen Unternehmen gemieden. Doch spätestens seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat die Branche einen beispiellosen Image-Wandel erlebt. Das zeigt sich auch in Nürnberg. Unser Reporter Marc Schmidt hat sich angesehen, wie die Region vom Boom profitiert.

    15. Mai 2026
  • 2

    Technische Universität UTN: Wird Nürnberg endgültig zur Unistadt?

    Dass es den Stadtteil Lichtenreuth überhaupt gibt, ist vor allem einer Institution verdanken: der Technischen Universität Nürnberg (UTN), die derzeit auf dem Gelände entsteht. Als erste bayerische Universitätsgründung seit 1978 soll sie vor allem ein Leuchtturm für Künstliche Intelligenz sein. Was es mit dem Projekt auf sich hat, erklärt dir unser Wissenschafts-Redakteur Julian Hörndlein.

    5. Dezember 2025
  • 3

    Strom aus dem Asphalt: So lädt die Autobahn E-Fahrzeuge

    Ein Kilometer Autobahn, der alles verändern könnte: Auf der A6 bei Nürnberg laden E-Autos Strom direkt aus dem Asphalt – ganz ohne Kabel. Was wie Science-Fiction klingt, wird in der Metropolregion Nürnberg Realität: Das Forschungsprojekt EMpower zeigt, wie Reichweitenangst bald Geschichte sein könnte und wie die Region zur Vorreiterin der Mobilität von morgen wird. Heinz Wraneschitz ist mitgefahren und erklärt…

    14. November 2025

Die neuesten Artikel:

  • 1
    Die größten Investitionen der Stadt Nürnberg im Haushalt 2026 entfallen auf wenige zentrale Aufgabenbereiche. Gleichzeitig muss die Stadt ihre laufenden Ausgaben dauerhaft um rund 80 Millionen Euro senken.

    80 Millionen Euro weniger: Was Nürnbergs Sparkurs bedeutet

    Nürnberg muss in den kommenden Jahren dauerhaft rund 80 Millionen Euro einsparen. Große Bauprojekte wie der Frankenschnellweg oder der Stadionumbau sind davon erstmal nicht betroffen. Gespart werden muss bei den sogenannten konsumtiven Ausgaben – also den laufenden Kosten der Stadt für Personal, Sozialleistungen und den Betrieb ihrer Einrichtungen. Doch welche Bereiche könnten konkret betroffen sein?

    10. Juli 2026
  • 2

    Wie steht es um die Nürnberger Brauereien?

    Nürnberger Bier gehört zur Stadt wie die Rostbratwurst oder das Schäuferla. Aber wie zukunftsfest ist eine Branche, die sich Nürnberg seit Jahrhunderten prägt? Unser Reporter Julian Hörndlein hat sich bei den Brauereien umgehört und erfahren, wie Tradition und Regionalität zum Schlüssel für die Herausforderungen der Gegenwart werden.

    10. Juli 2026
  • 3
    Im Max-Morlock Stadion Nürnberg stimmen sich die Fans mit ihrer Choreo auf das Spiel ein. Hier Schalke 04 zu Gast im blauen Block rechts, Oberrang, Fahnenträger auf dem Spielfeld.

    Nürnbergs neues Stadion nimmt Gestalt an

    50.000 Plätze, eine neue Nordkurve und mehr Platz für Fans: Nürnberg hat erstmals einen konkreten Entwurf für ein neues Max-Morlock-Stadion vorgestellt. Doch am 22. Juli entscheidet der Stadtrat noch nicht über den Bau. Warum das Projekt trotzdem an einem Wendepunkt steht und welche großen Fragen noch offen sind, erklärt Lilien Wege.

    3. Juli 2026

Schreibe einen Kommentar zu "Warum die Zukunft der Nürnberger Wirtschaft in der Energiebranche liegen könnte"

Zum Kommentieren musst du angemeldet sein.